Nennt der Fuelbrother nicht gerade ein mit Leder und edlen Hölzern ausstaffiertes Gefährt englischer Herkunft sein eigen, so muss er sich in den meisten Fällen mit einer schnöden Plastiklandschaft am Armaturenbrett und sonstigen Innenraumteilen zufrieden geben.

Die meisten Besitzer solcher kunstvollen Erzeugnisse der chemischen Industrie kennen das Problem: Einmal nicht aufgepasst, und der Zündschlüssel, die Staubsaugerdüse oder sogar der Fingernagel kratzt die nächste Macke in dieses oft erschreckend empfindliche Material. Dies ist kaum gänzlich zu vermeiden und im Fuß- oder Kofferaum auch sicherlich zu verschmerzen. Findet sich ein solcher Kratzer allerdings im Blickfeld, schaut man ständig darauf.
Ich hatte neulich dieses Problem, nicht bei meinem „Schätzchen“ sondern in der Alltagsklitsche. Nervt trotzdem. Als alles Rumgerubbel nicht half, habe ich mehr zufällig eine recht gute und günstige Lösung entdeckt:
Fast jeder, der mal in irgendeiner Art künsterisch tätig war, oder auf Mangas steht, kennt die tollen Copic-Stifte aus Japan. Gibts in jedem gut sortierten Profi-Schreibwarenladen. Die Farbe hält deckend auf so ziemlich allen Materialien. Das wichtigste: Es gibt diese Stifte in allen denkbaren Farbnuancen.

So funktioniert’s (Man verzeihe mir die schlechten Aufnahmen, es kommt da nicht so wie gewollt rüber. Ich hoffe, man sieht’s trotzdem):

1. Vorher an unauffälliger Stelle testen!

Vorher (der Kratzer ist die helle Stelle in Bildmitte)

2. Man wähle eine Farbe, die vielleicht einen Tick heller ist, als die des Kunststoffes im Auto. Vorsichtig an der Stelle des Kratzers tupfen und…

3. Sofort (!) mit dem Finger darüberreiben. Das verteilt die Farbe und gleicht sie „der Umgebung“ an.

5. Fertig! (man vergleiche mit dem Bild bei 1.!) Falls nötig, die Prozedur wiederholen, um eine zweite Schicht aufzubringen. Ich habe mit dem „Colourless Blender“ nochmal drübergemalt, damit klappt die Farbangleichung noch einen Tick besser. Muss aber nicht unbedingt sein.

Nacher

Es funktioniert natürlich nur bei oberflächlichen Kratzern und es gibt sicher auch andere Stifte und Methoden. Aber wenn man diese Stifte sowieso besitzt, ist es einen Versuch allemal wert.