Was zuvor geschah: Bulli Restaurierung Teil I

In den letzten Tagen überschlugen sich die Ereignisse, ein kurzes Update:

Ich habe den Bulli zum Eisstrahlen hier in HH gebracht. Wie sich herausstellte, ist die Substanz des Unterbodens besser als erwartet. Teilweise ist Oberflächenrost zu erkennen, nur an wenigen Stellen (z.B. Wagenheberaufnahme vorn links) muss etwas erneuert werden. Es ist alles relativ sauber geworden. Man erkennt die originale Lackschicht . Der alte Unterbodenschutz wurde gut entfernt. Für mich ein erfreuliches Ergebnis und ein beruhigendes Gefühl nun einen gewissen Überblick über den Untergrund zu haben.

Abkleben vor der Eiszeit

Abkleben vor der Eiszeit

VW T2 Bulli Radkasten Unterboden

Radkasten vorn rechts vorher

VW T2 Bulli Radkasten Unterboden Trockeneis

Radkasten vorn rechts nach dem Strahlen

VW T2 Bulli Unterboden

Vorderwagen vorher

VW T2 Bulli Unterboden Trockeneis

Vorderwagen nachher

VW T2 Bulli Unterboden

Heckbereich vorher

VW T2 Bulli Unterboden Trockeneis

Heckbereich nachher

 

Da der Bus morgen beim Blecher sein muss, war ich in den letzten Tagen leicht gestresst. Ich wollte zumindest die Innenausstattung soweit es mir möglich war selber ausbauen – spart ja Geld und macht wirklich Spaß (Vachti, beim Einbau melde ich mich bei Dir, jetzt habe ich es immer so nach und nach gemacht, daher war meinerseits Funkstille).

Zum Thema Bulli empfehlen wir folgendes:

Also erst mal das restliche lose Gerümpel raus, danach Gardinen, Polster und alle möglichen Verkleidungen ab. Ich bin bis zum Küchenblock und bis zum Kühlschrank gekommen, dann ging es nicht weiter. Absolut  festgerostete  Gasleitungen kippten das Finale. Da muss dann die Werkstatt ran.

VW T2 Bulli Innenraum

Alles muss raus!

VW T2 Bulli Innenraum

… und später auch wieder rein, im Vordergrund die Sitzbank, im Hintergrund die widerspenstige ”Küchenzeile”

Da die Werkstatt ca. 45 min. Fahrzeit von uns entfernt liegt, wollte ich in den Bus in dieser Jahreszeit nicht auf eigener Achse überführen. Auch wenn es trocken ist, sehen die Straßen z.Z. schneeweiß aus. Die Extraportion Salz wollte ich dem Unterboden dann doch ersparen, zudem steht der Bulli nur auf Sommerrädern. Ich hatte daher vor einiger Zeit via Shiply (darf man die hier nennen D.C.?) eine Transportauktion laufen. Ich war total skeptisch, ob das alles funktioniert. Der Transport war eigentlich für heute geplant. Auf Grund des angekündigten Eisregens konnte die Überführung aber schon gestern über die Bühne gehen. Ich bin absolut überrascht von dem Typen. Ein Niederländer, der die ganze Woche irgendwelche Autos durch ganz Europa gurkt. Netter Kontakt sehr zuverlässig und für 130.00 €  allemal das Geld wert. Über eine ansässige Firma hätte der Transport 300-400 € gekostet.  Die Wartezeit auf den Trailer dauerte ca. 10 min. und 3 Gespräche mit Passanten. Ein Opa mit „welches Baujahr”, ein Pärchen mit „oh wir suchen auch so einen” und ein Osteuropäer mit „hast neulackiert?”. Ja, irgendwie sieht der auf´m Hänger echt nicht so verrostet aus….

VW T2 Bulli auf Anhänger

Das Aufladen, noch nicht verzurrt.

VW T2 Bulli auf Anhänger

Unterwegs…

VW T2 Bulli auf Anhänger

Beim Abladen

So, jetzt steht er erstmal beim Karosseriebauer. In der kommenden Woche werden die den Bus sichten und dann die nächsten 2 Monate daran rumfrickeln. Termin für den Lackierer ist Anfang April. Im Anschluss folgt die Hohlraum- und Unterbodenversiegelung, dann muss ich alles wieder zusammenschrauben. Zum Schluss gibt´s noch einen neuen Service, danach geht´s in den Urlaub 😀 .

Ich halte Euch auf dem Laufenden. Ich muss jetzt Tatort gucken….

Weiterlesen – Bulli Restaurierung, letzter Teil