Ein herzliches Hallo an alle durchgeknallten!

Es gibt neues aus der Werkstatt des Lords. Dieser Artikel ist nicht, um mir Lob abzuholen (gelobt habe ich mich selber schon 🙂 ), sondern aus folgenden Gründen:

1. Vielleicht helfen meine Vorgehensweisen ja irgendwann irgendwem.
2. Vielleicht habt Ihr ja bessere Ideen?!
3. Hier passiert ja sonst nix!

Nachdem der Fezza ja pünklich zum Saisonbeginn mit einer sich auflösenden Kupplung gedroht hat, war meine erste Amtshandlung die Bestellung aller notwendigen Teile. Während diese über den Ärmelkanal geschifft (?) werden, wollte ich aber auch nicht Däumchen drehen. Was steht also als nächstes auf der Liste? Krümmer und Abgasanlage, rostige Einstiegsleisten. Da die Abgasanlage (noch) nicht unbedingt sein muss und ich mir auch für den Rest der Saison ein finanzielles Polster bewahren will, bleiben die blöden Leisten.

Schon beim Kauf der Karre fiel es uns auf und eine Recherche im Netz bestätigte es als typische F355-Krankheit. Man merkt es schon beim Autowaschen: Die Türen entwässern auf die recht breiten Schweller. Von diesen kann das Wasser teilweise nicht ablaufen, genauer gesagt an zwei Stellen. Die Einstiegsleisten bestehen aus einfachstem dünnen Stahlblech, mattschwarz mit Ferrari-Gummi-Einlage. Klasse. MUSS rosten. Tut es auch. Drückt man auf die entsprechenden Stellen, knistert es.

Also runter mit den Dingern. 3 Schrauben sind schnell gelöst und die Gummieinlagen abgezogen. Dann aber muss man den hartnäckigen Montagekleber per Heißluft anlösen und die Bleche runterrödeln. Um den Lack darunter nicht zu zerkratzen, habe ich es mit einem Holzstück gemacht. Der ursprüngliche Plan war, die Bleche zu entrosten und in Mattschwarz neu zu lackieren, um sie dann wiederverwenden zu können. Wenn man auf die Bilder schaut, weiß man, warum der Plan nach ca. 10 Min verworfen werden musste: Die Bleche verbiegen sich zu sehr und sind an einigen Stellen regelrecht durchgerostet- Feierabend!

Sind die Bleche runter (und in der Tonne), müssen die Kleberückstände weg. Hier sieht man: Der letzte von Hand gebaute Ferrari. Der Südländer auf der Fahrerseite des Bandes war sparsam, der auf der Beifahrerseite hatte die Einstellung „viel hilft viel“. Ich musste das Zeug mit viel Gewalt und einem Holzklotz runter kratzen. Die gute Nachricht: Unter den Leisten keine Spur von Rost.

Wegen de gescheiterten Recyclingplans musste ich mich nun um Ersatz kümmern. Gebrauchte (!) original Bleche kosten auf Ebay schon 250 € pro Stück. Nur, damit man 3 Jahre später wieder Rost hat. Daher habe ich gar nicht erst nach neuen geguckt, sondern für den gleichen Preis Echtcarbonleisten mit Vertiefungen bestellt, in die ich die original Gummis kleben kann. Das halte ich für einen guten Kompromiss zwischen Kosten, Originalität und Haltbarkeit. Die Gummiteile waren nach der Reinigung wie neu.

Wo ich schon da unten zu Gange war, fiel mir der kaputte Teppich an der Fahrerseite auf.

Ok, es ist ja ein drivers-car und es gibt wichtigeres aber es stört den Driver doch irgendwie. Neuer Teppich fürs ganze Auto ist indiskutabel. Also habe ich folgendes gemacht:

1. Eine alte schwarze Fußmatte mit einem Teppichmesser „rasiert“ und die Fusseln im blauen Becher aufgefangen.

2. Die Teppichlöcher mit Uhu eingerieben.
3. Die voher gesammelten Schamhaare drübergestreut und angedrückt.

4. Teppichlöcher unsichtbar, FERTIG!

Sorry, die Fotos sind mies. Mal sehen, wie lange das hält.

Munter !