Nachdem mir vor einigen Wochen ein älterer Verkehrsteilnehmer freundlicherweise seine Anhängerkupplung durch die Frontschürze des Alltagskombis gerammt hat, indem er trotz extrem-hupens rückwärts gefahren ist bis mein Kühler ihn gestoppt hat, und dann beim ausfüllen des Unfallberichts am eigenen Fahrzeugheck nachlesen musste wie sein Auto eigentlich heißt (Nissan Primary? Ach nee, Mazda Premacy!)  werde ich- als  Beitrag zur Verkehrssicherheit- mal ein paar Hinweise auflisten die auf akute Unfallgefahr hindeuten:

1. Mercedes A- oder B-Klassen generell. Unabhängig von Baujahr, Motorisierung und Ausstattung herrscht akuter A-Klasse Alarm, und sogar die Elche rennen um ihr Leben. Den Fahrer sollte man möglichst nicht unter Druck setzen, da er bereits mit kuppeln, schalten oder blinken voll ausgelastet ist.

2. SUV-Muttis in M-Klassen, Touaregs oder Cayennes. Hier ist meist das Spurhalten ein Problem, Kurvenschneiden ist phänotypisch. An Engstellen kann es dann gerne auch mal zu längeren Wartezeiten kommen, von der Nutzung paralleler Parkplätze wird glücklicherweise meist abgesehen- außer vor der KiTa…da knallt man sich halt irgendwo quer auf den Gehweg. Erhöhte Alarmstufe bei Anzeichen von Perlenohrringen oder Pilotensonnenbrillen.

3. Vertreterdieselkombis aller Coleur, aber meist schwarz. Der 140 PS-Diesel hindert die Fahrer nicht daran permanent im Rückspiegel zu nerven. Auf den Abstand hat man somit erstmal keinen Einfluß, durch einen Tritt aufs Gas kann man das Problem aber schnell beheben.

4. Sansibar-Aufkleber. Diese deuten darauf hin dass der Fahrer großen Wert auf seinen sozialen Status legt- gerne auf Kompakt-Cabrios und Porsche Boxster der ersten Serie gesehen. Leider korreliert sozialer Status nicht zwangsweise mit Fahrkönnen.

5. Social-Media-Hipster in neuen, geleasten Kleinwagen. Der Blick ist nach unten aufs smartphone-display gerichet, Apple-ohrhörer im Ohr oder- auch schon gesehen- schalldichte beats-Kophörer auf den Ohren….an der Ampel wird gerne mal eine Grünphase verpasst, man kann sich ja nicht auf alles konzentrieren („OMG, jetzt hupt der Idiot hinter mir…LOL“).

6. Carsharing-Nutzer sind auch immer verdächtig, da denen Autofahren grundsätzlich suspekt ist. Wenn man alle zwei Wochen mal zu IKEA schippert und dann auch jedesmal ein anderes Auto hat kann das ja auch nicht klappen…ein Klassiker ist hier beispielsweise das Fahren mit Tagfahrlicht (also vorne 5Watt LED, hinten nichts) bei Nacht, weil „das Licht bei dem anderen Auto immer automatisch anging“.

7. Peugeots. Obwohl die Fahrer nicht besser oder schlechter als die Fahrer anderer Marken sind, wird mir irgendwie immer schlecht wenn ich die Kisten aus der Nähe sehen muss.

8. Goldmetallic! Siehe auch „Mercedes A-Klasse“.

9. Kindernamen-Aufkleber sind auch ein sicherers Indiz für Ablenkung der Fahrerin….wenn Leon-Luca gerade den Fond mit Keksmatsche zementiert muss man eben einschreiten, egal was gerade um einen rum passiert.

10. Öko-Oberlehrer und Verbrauchs-Extremisten: 500m vor der roten Ampel langsam ausrollen und mit 60 auf die Autobahn auffahren, hauptsache beim Benzinverbrauch steht die 4 vorm Komma.

Mehr fällt mir gerade nicht ein, ihr seid eingeladen die Liste zu verlängern…