Ich habe beim täglichen surfen auf Pistonheads ein wahrhaft feistes Video gefunden, welches beim Betrachten puren Jubel hervorruft. Wer schon einmal auf einer Rennstrecke fahren durfte, kann das Gefühl nachvollziehen.

Aber zunächst die Infos: Es gibt eine japanische Fernsehsendung (scheinbar ein Top Gear Pendant), die einen wirklich coolen Vergleichstest gemacht hat. Kein Designgelaber, keine Imageplattitüden – nur echter Sport. Es werden auf der Rennstrecke gegeneinander – gleichzeitig – losgelassen:

  • Nissan GT-R
  • Ferrari 430
  • Porsche GT2 RS
  • Lexus LFA
  • Chevrolet Corvette ZR1

Sicher, der Ferrari ist etwas deplaziert, denn die Konkurrenz hat mehr Leistung aufzubieten und ist jünger!  Aber dennoch interessant. Wirklich sensationell ist aber beim Betrachten des Videos die Leistungsdichte der Fahrzeuge und ihre doch geringen Unterschiede, insbesondere in der Spitzengruppe. Man würde denken, der LFA führe allen davon (er sollte es zumindest, bei der Anzahl an Zylindern und dem Aufwand)  – Pustekuchen.

In Wirklichkeit kann er sich kaum gegen den GT2 RS behaupten (der durch Schaltfehler des Fahrers gehandicapt wird) und der GT-R fährt der versammelten Konkurrenz davon. Ein unfassbares Ergebnis für mich. Dieses Auto schafft es, die gesamte höchstpreisige Konkurrenz aus Japan, Deutschland und Italien in Grund und Boden zu fahren.

Sicher – er sieht scheisse aus :mrgreen: aber – trotzdem. Das muss man erst einmal schaffen! Um so schlimmer, dass die Designer bei Nissan gerade in Urlaub waren, als das Teil gezeichnet wurde und der Betriebskindergarten ran durfte. Aber gut, bei dem Preis-Leistungsverhältnis darf man nicht meckern.

Einen wirklich schalen Beigeschmack hat die Sache allerdings – vielleicht kann Lord H. hier als Nippon/Nismo-Experte etwas  Aufklärung bieten: Ich habe gehört, dass die Garantie erlischt, sobald man eine Rennstrecke befährt – das Auto ‚merkt‘ das per GPS und sendet es nach Hause. Stimmt das? Wenn ja, spricht das nicht gerade für das Vertrauen der Firma in das eigene Produkt und relativiert ein solches Ergebnis natürlich…

Nun genug der Worte, genießt das Video:

Und ja, man kann diese Autos bereits für ‚relativ kleines‘ Geld bekommen (im Vergleich zur Konkurrenz aus dem Video, mit Ausnahme der abgeschlagenen Corvette).