Montagmorgen, Sonne, noch relativ wenig los..der 11er schnürt durch den Berufsverkehr, ich bin gut gelaunt.

Das ändert sich schlagartig: Motor aus, alle Lampen an, hinter mir hupende Idioten. Nach dem dritten Startversuch mache ich den Warnblinker an, nach dem zehnten rufe ich den ADAC („…ist es der Alfa oder der Porsche?“). Nachdem ich dem ADAC meine Lage beschrieben habe, empfiehlt er mir die Polizei zu rufen.

Hab ich erwähnt dass sich das alles auf einer monströsen Kreuzung zwischen Autobahn und Bundesstraße abspielt, über die gerade 12000 Mitarbeiter des größten Arbeitgebers der Region pendeln? Horror! 1000x hupen, genau einer fragt ob ich Hilfe brauche.

Zum ersten Mal in meinem Leben freue ich mich Blaulicht im Rückspiegel zu sehen…das Bild das sich dem Pendler jetzt bietet: ein Streifenwagen mit Blaulicht, davor ein Porsche mit einem jungen (ähem) Mann am Steuer der gerade von Polizisten zur Rede gestellt wird.

Ob die „Schleuder“ unzuverlässig sei? Nein, eigentlich nicht…..(im Hintergrund begrüßt mich der ADAC-Abschlepper- es ist der selbe wie beim letzten Mal- mit Vornamen). Ich werde im Streifenwagen von der Kreuzung evakuiert. Auf dem Beifahrersitz! Das erste Mal dass ich im Streifenwagen vorne sitze.

Auf dem nächsten Parkplatz werden die üblichen ADAC-Formalitäten erledigt, ich verabschiede mich von den Polizisten, ein Kollege holt mich ab.

Außerdem vergesse ich meinen Schlüssel, mein Laptop und mein Telefon im Auto.

Abends besuche ich den Patienten in der Werkstatt: der Fehler lässt sich nicht orten, sobald man startet (der Motor läuft kurz bevor er abstirbt) werden alle Steuergeräte mit Fehlern geflutet, bis jetzt hab ich noch keine Neuigkeiten.

Das Ganze ätzt mich jetzt doch gewaltig an…weniger die Tatsache dass das Auto schon wieder in der Werkstatt ist, vielmehr der Vertrauensverlust.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.