Wir alle kommen aus einer Generation, in der man irgendwann Nachts nach einer Party nach Hause kam, sich an Essensresten im Kühlschrank verging, um danach mit vollem Kopf (und Bauch) vor dem Fernseher zu verenden. Zumindest ging mir das manchmal so, ähem.

Eine der schönsten Sendungen, die man beim nächtlichen Zappen erwischen konnte (neben Space-Night auf BR3) war Bob Ross‘ „Joy of Painting“. Die herrlich kitschigen Produkte seines Schaffens kamen wie aus dem Nichts unter Zuhilfenahme eines Pinsels, seiner Stimme und einer das Gehirn in Alphawellen versetzenden, hypnotisierenden Art der Arbeit. Nach kürzester Zeit war man fasziniert und kurz darauf eingeschlafen.

Neulich ging mir das nach langem wieder so. Ich bin (ZEITGEIST!) beim nächtlichen Youtube-Irrlauf (fragt mich bitte nicht wie) auf einen Kanal von amerikanischen Matchbox/Hotwheels-Restauratoren geraten. Diese Typen (man muss dieses Wort hier verwenden…) machen sich tatsächlich die Mühe, kleine Autos im typischen Metall-Spritzguss-Verfahren auseinanderzubauen, neu zu lackieren, polieren usw. Ich bin wohl in ein richtiges Wespennest gestoßen, denn *schwups“ landet man bei „Customizern“ und verrückteren Projekten rund um die verlorenen Schätze.

Also: Falls auch Ihr demnächst nicht schlafen könnt – denkt an diesen Artikel.