Über die rollende Restaurierung meines Saab 900 turbo 16s: Teil 4

 

Die Tage sind nach der Zeitumstellung wieder sehr kurz geworden und somit verlagern sich die Aktivitäten langsam aber sicher auch bei uns wieder in die Garage. Winterzeit ist Schrauberzeit! Ich habe durch die Wiederaufnahme des Kontakts mit meinem „Schrauberfreund“ Dirk neuen Mut geschöpft und traue mich daher an die technische Überholung meines alten Saab.

Die ersten Teile der Geschichte findet ihr hier:

Teil 1: Schlachter oder Gnadenbrot: Mein Saab 900
Teil 2: Lebt denn der alte Holzmichel noch?
Teil 3: Der Lack ist ab

Im Prinzip ist der Wagen von Außen jetzt hui, von innen und technisch aber immer noch pfui. Da die Technik aber das wichtigste ist, werden wir das auch als erstes angehen.

Frisch gestärkt mit Werkstatthandbuch und einer kleinen Garage mit der Möglichkeit auch den Wagen dort stehen zu lassen (sehr wichtig – wir wissen ja alle, wie das läuft!) wird sich der Startschuss für die ersten Arbeiten bald ereignen.

Hierzu empfehlen wir folgende Literatur:

Ich habe im Zuge der obligatorischen Youtube-Schwärmereien ein schönes und leidlich lustiges Video über einen sympathischen, sehr nerdigen Saab-Fan aus USA mit Schnörres gefunden, dass man sich gerne anschauen kann. Für mich eine super Einstimmung und Motivation.

Interessanterweise werden in dem Video Dinge angesprochen, die ich bei meinem Saab auch immer als eine undefinierte Faszination wahrgenommen habe, die ich nicht so recht beschreiben konnte: Es ist die reine Lust am schnellen Fahren in diesen Autos.

Ich weiß nicht wieso, aber jedes Mal, wenn ich in dem Ding sitze juckt mich gewaltig der Gasfuß. Es ist vielleicht dieses total gutmütige aber sportliche Handling, bei dem man keine Angst zu haben scheint durch eine anderenorts omnipotente Mittelmotorbestie einfach umgebracht zu werden.

Saab 900 Motorraum Engine Bay

Saab 900 turbo ohne Motor: Das ist nicht meiner, sondern der von Wu’s Bruder!

Diese Autos sind einerseits aktiv als auch passiv „sicher“, und geben einem daher ein sehr gutes Gefühl, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Die Verarbeitungsqualität tut dann noch ihr übriges und so traut man sich einfach mehr. Scheint bei den alten 95ern auch so zu sein, sonst würde er das Ding nicht so durch den Wald prügeln – was ich bei einem Concours-Gewinner übrigens sehr lässig finde!

Ich halte euch auf dem laufenden in den nächsten Wochen und werde Updates posten. Kurzer Zwischenstand zum Esprit: Er bekommt am Montag einen umfassenden Check an den Bremsen, dann weiß ich dort mehr und kann mich entscheiden.

Hier geht es zu Teil 5