Als ich meinen 7er suchte, bin ich doch über einen ziemlich vergammelten, traurigen 735i gestolpert, der länger Stand. Manchmal frage ich mich, ob er nicht doch der bessere Kauf gewesen wäre – obwohl – nein, lassen wir das.

Egal: Autos, die länger der freien Natur pflegelos überlassen werden, neigen dazu gewisse Mitbewohner und Untermieter anzulocken, belebte und wachsende, manchmal beides. Im besten Fall sind sie grün und flauschig, im schlimmsten Fall braun und pelzig.

Jedenfalls stolperte ich neulich nichtsahnend und unschuldig durch die koblenzer Innenstadt, nur um dieses Fotomotiv hier vorzufinden (Buga 2011 lässt grüßen):

Buga-Audi

Buga-Audi

Buga-Audi 2

Buga-Audi 2

Geschmacklich natürlich jenseits aller messbaren Skalen, nur gut, dass ein abgehalfterter Audi 80 dafür hergenommen wurde. Obwohl ein alter VW-Käfer den Job sicher stil- und würdevoller ertragen hätte. Dieses Motiv trägt aber nicht nur eine oberflächliche, nein, sogar eine hochinteressante und wissenschaftlich brandaktuelle Komponente in sich.

Es ist wohl einem Forscher vom MIT kürzlich gelungen, eine Photosynthese mit ‚künstlichem Blatt‘ (Achtung:) OHNE teure Katalysatoren wie Platin zu erzeugen. Das Blatt hat scheinbar die Größe einer Spielkarte und eignet sich für eine effiziente Energieerzeugung, indem es unter Sonneneinstrahlung Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt (das ist zwar korrekterweise keine richtige Photosynthese, aber ‚you get the point‘).

Solch ein Blatt, oder besser eine ganze Armada, eignen sich natürlich vor allem wegen ihrer bescheidenen Größe und womöglich modulierbaren Anordnung hervorragend für den Einsatz als Antrieb für Brennstoffzellenfahrzeuge bzw. Elektroautos. Wer weiß, vielleicht sogar für wasserstoffbetriebene Verbrenner?

Hier ist der dazugehörige Artikel: http://www.golem.de/1103/82409.html

Und nein, ich habe auf das Datum geachtet, der 1. April ist in 3 Tagen ;-).