VW T2: Bulli Restaurierung?

Von |2013-02-08T13:02:58+00:0024. Jan. 2013|/ Technik und Werkstatt, VW|29 Kommentare
VW T2 Bulli bei Rostdiagnose

Bulli bei Timemax

Ja, ja wieder viel zu spät. Ich habe jetzt wirklich lange nachgedacht, konnte es aber in Punkto Restaurierung nicht mehr aushalten.

Bei mir schlich sich hin und wieder ein gewisses Unbehagen bei dem Gedanken ein, dass etliche, kleine, fiese Sauerstoffatome in die eh schon offenen Wunden noch mehr Salz streuen.

In Verbindung mit der Tatsache dass unsere Testphase bereits 3 Jahre andauert  und wir in gewisser Weise abhängig geworden sind, musste ich – also der Mann im Haus – eine Entscheidung treffen.Während ich eines Abends am Strand ein Feuer machte und ein unverschämt leckeres Stückchen Fleisch das Rost legte, gingen mir folgende Optionen durch den Kopf:

A: Bulli behalten,  hier und da mal was „dran machen” und fahren bis er physisch tot ist,
B: Bulli behalten und restaurieren, also wie damals schon erwähnt den Profi ans Blech lassen,
C: Bulli verkaufen und irgendeinen neueren Ersatz organisieren,
D: Bulli verkaufen und einen „gemachten” T2 kaufen,
E: Bulli verkaufen und lieber auf Hotelurlaube setzen.

Ha, sooo einfach ist das nämlich nicht. Auch wenn Ihr jetzt denkt der Wu spinnt doch, soll sich wieder ´nen S2 holen ( ja, das passte ich gut rein) und Mutti einen Puppenwagen holen. Vielleicht noch dazu ein Jahresabo für die Centerparks? Mmmhhh, der S2…Räusper…

Die Variante E erübrigte sich schnell, A, B, C und D waren lange im Rennen und überholten sich sich mehrmals gegenseitig.
Als  Alternative zum T2 kam für uns nur ein T4 oder T5 in Frage, jeweils in der Campingausstattung. Der T3 bietet zwar etwas mehr Platz, drängelt sich jetzt aber auch nicht mit markten Vorteilen in den Vordergrund. Der ist unmerklich schneller oder sicherer, rostet genau so gut, sieht innen komisch aus und verwendbare Exemplare sind verhältnismäßig teuer. D.h. wir würden einen verschimmelten Boskop unter Umständen gegen einen verfaulten Braeburn tauschen, T3 flog also raus.
Zum Thema Bulli empfehlen wir folgendes:

Während ich immer öfter im Netz nach ”Gelegenheiten” stöberte, versuchte ich schon mal die Restaurierungskosten einigermaßen abszuschätzen. Ich habe hier und da vorgesprochen, immer mit dem Ergebnis: „müssen wir erst Freischleifen und Strahlen sonst kann man da nichts sagen. Prima. Da legt man also erst mal 2000 Kröten auf den Tisch und weis erst hinterher, dass man die Kiste verschrotten kann. Frustration. Ah, Variante C! Zur Erinnerung T4 oder T5. Ich könnte jetzt die ganze T4 Wiki runterspulen und sämtliche Ergebnisse aus irgendwelchen T5 Foren. Teils hilfreich, meist nicht. Den Foren zu urteilen ist der T5 eine absolute Katastrophe im Verhältnis zum Preis. 50.000 Glocken, Piepen, Mäuse egal — Fünfzigtausend—! Geht nicht!

Die Option B schaffte es wieder in den Recall. Ich habe den Bus dann vor Weihnachten zu Timemax gebracht und eine Bestandsaufnahme gemacht. Ich war überrascht von der gründlichen Herangehensweise. Innerhalb von 3 Stunden wurden Lackschicht-Dicken gemessen, die Hohlräume mit einem Endoskop gesichtet und alles generell unter die Lupe genommen.

Ich habe fleißig mitgepinselt und alles für die Nachwelt festgehalten:

Das Ergebnis bestätigte mehr oder weniger das, was mir die Jungs meines Vertrauens schon grob mitgeteilt hatten: Zahlreiche An- und Durchrostungen, Substanz gut, sieht aber besser aus als er ist. Mit diesen Infos und meinen Mitschriften konnte ich neue und vor allem  detaillierte Angebote einholen. Diese trudelten nach und nach ein und es folgten dann einige wilde Tage in denen ich eine Variante nach der anderen geistig nach Golgatha trug.

Eine Familiensitzung, natürlich ohne Kind (denn das ist ja noch weniger stimmberechtigt als meine BH), brachte die Entscheidung: Der Bulli wird restauriert, jedenfalls zum Teil.

Es wird und soll keine perfekte Restaurierung werden, mehr eine Rostbeseitigung. Die spätere Nutzung steht hier  im Vordergrund.

Bald folgt mehr. Es wird eisig.

Über den Autor:

Home Forum Bulli Restaurierung?

Ansicht von 29 Beiträgen - 1 bis 29 (von insgesamt 29)
  • Autor
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  • Vachtbitu
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    Hallo Wu, ich glaube auch die Restaurierung ist die bessere Variante. Die Dienstleistung ist noch nicht so in die Höhe geschossen wie das fertige Produkt. Es herrscht überall die totale hysterie. Ayrton merkt es ja auch, da müssen wir wohl warten bis die nächste Blase platzt.
    Háste auch mal Angebote in der ländlichen Region eingeholt? Ich hatte neulich mal wieder so ein AHA-Erlebnis, als ich Angebote von Audiwerkstätten verglichen habe. Der Preis für einen Zahnriehmenwechsel beim Vachti differiert allein im ländlichen Raum um ca. 800 Kracher. In Hamburg würde die Raparatur sogar fast das Doppelte kosten.
    Vielleicht können wir ja auch das ein oder andere bei mir auf der Gr. vorbereiten. (wenn es wieder etwas wärmer ist) z.B. auftrennen und innen schon mal vorbehandeln, oder einfach die Anbauteile demontieren und hinterher wieder anschrauben.

    Dr.Dreh
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    Oh weh WU, das sind blöde Sorgen…
    Ich mach einen ketzerischen Vorschlag: E+ sozusagen.

    Du verkaufst den T2 zu einem erträglichen Ertrag.
    Einen Sorge weniger.
    Du finanzierst einen schönen gebrauchten T5 Camper beim VW Händler deines Vetrauens. BÄNG!
    Wenn das Campen bei euch Lebenseinstellung ist- was spricht dagegen?
    Der T2 wird dich auf kurz oder lang doch verlassen. Und ich hoffe nicht, dass er das, wie der T3 eines Freundes, an der Algarve macht.
    Und: oldschool hin oder her- ich würde besser schlafen, wenn auf der Autobahn mehr als eine Thunfischdose um das was mir am liebsten ist wäre…

    D.C.
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    Ich überarbeite den Artikel gerade mal, damit er leserlich wird: Was um Himmels willen hast Du gemacht? Da ist ja überall die Formatierung zerschossen. Hast Du den in Word vorgeschrieben? 😮

    Egal – sollte jetzt gehen: Kannst Du bitte noch die Bilder neu hochladen und neu in den Artikel einfügen?
    Die sind nicht im Server und die URL dazu funkt nicht, da Platzhalter.

    D.C.
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    Beitragsanzahl: 1397

    @Dreh: AHHHHH! Konsum finanziert man doch nicht! Finanzieren macht wenn überhaupt, nur bei beweglichen Wirtschaftsgütern (teilweise) Sinn, die zur Wertschöpfung beitragen. Alles andere ist über eigene Verhältnisse gelebt. Da muss man dann dazu stehen und sich sagen: Kann ich mir nicht leisten. Ansonsten endet man wie der Ami: Auto gehört der Bank, Haus gehört der Bank, Handy auch. Und dann bloß nicht Krank werden!

    Fazit: Finger weg von E+!

    Mein Vorschlag B (‚eco‘): Marek und Jacek. Ich habe leider immer noch keine aktuellen Bilder vom Saab (witterungsbedingt), aber glaub mir, Preis & Leistung sind phänomenal. Sie bieten sogar an, den Wagen auf dem Hänger nach Polen zu bringen und dort komplett fertig zu machen. Ich kann das ganze gerne für Dich koordinieren. Wertverlust hält sich auf die Art schwer in Grenzen.

    Werde den Saab auf die Art schrittweise auch Innen restaurieren lassen (Stoffe & Leder).

    Dr.Dreh
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 727

    D.C., du wirst noch ganz paranoid… Die Frage ist doch eher: kann ich mir die Finanzierung leisten?
    Was glaubst du denn wieviele Autos in D der Bank gehören?
    Welcher Familienvati hat den mal eben 60k rumliegen und kauft sich einen netten neuen A6?
    Wir reden doch hier nicht davon ein Haus von 500k ohne Eigenkapital zu finanzieren…
    Dann kriegt die Schweinebank eben Zinsen für den Kredit- hier geht es doch wirklich um „Peanuts“
    Und diese Zinsen p.A. kriegt sonst der Centerpark.
    Außerdem ist ein Auto ein bewegliches Wirtschaftsgut Herr Professor :mrgreen:

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    1.

    nur bei beweglichen Wirtschaftsgütern (teilweise) Sinn, die zur Wertschöpfung beitragen.

    , genau lesen, Dreh! 😀

    2. Was hat das mit Paranoid zu tun, wenn man wirtschaftlich denkt? Frag mal andere Selbstständige?! Sind das alles Paranoide?

    3. Es gibt einen von vielen nicht verstandenen Unterschied zwischen Eigentum und Besitz, der in den Köpfen zu der irrigen Annahme und Realitätsverleugnung führt, ein Hausbesitzer wäre auch der Eigentümer. Er kann es sein, oder aber auch nicht, nämlich im Falle der Hypothek.

    4. Jede Risikobereitschaft und -aversion ist eine persönliche Fragestellung. Dazu sind Faktoren wie: Einkommenssicherheit (Selbstständig, Angestellt, Verbeamtet, …), Lebenssituation (Alter, Gesundheit, etc.) und soziales (Single, Ehe, Kinder, etc.) zu beachten. Ich würde keinem angestellten, jungen Familienvater mit Hypothek (Wohnung HH, oder?) zu einem Konsumentenkredit für das Freizeitvergnügen raten. Peanuts sind 30k€ Kredit glaube ich für keinen ’normalen‘ Menschen.

    5. Diese „Vatis“ leben allesamt über ihre Verhältnisse. Die Zahlen der Privatinsolvenzen sprechen Bände!

    Aber das muss man immer für sich persönlich entscheiden.

    Dr.Dreh
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 727

    Verfluchter Mammon! Ich rede von Glück.
    Der Wert der durch die gemeinsame Zeit im Urlaub mit der Familie geschöpft wird ist nur nicht pekuniärer Natur.
    Auf der anderen Seite kauft man ein Stück gute Zeit- gut investiert wie ich finde.
    Was kann es besseres geben, als sein Geld für wirkliches „Glücklichsein“ auszugeben?
    In mancher Beziehung ist WU ein König unter uns FB:
    Er ist der Einzige, der die gegenständliche Freude mit Zeit, Nutzen und Familie verbinden kann.
    Er kann WIRKLICHES Glück aus dem Auto schöpfen. (s.u.)
    Fraglich ist, ob es dafür erheblich ist einen T2, 3, 4, 5 oder 6 zu besitzen.
    Womit wir ganz schnell bei einem anderen interessanten Thema wären: was für Güter (Autos?) machen glücklich, bzw. was bringt die wahre Zufriedenheit?
    Macht Urlaub in einem T5 mehr Spaß als in einem T2?
    Macht ein größeres Haus glücklicher als ein kleines?
    Eine Rolex glücklicher als eine Swatch?

    Die Differenzierung von Besitz und Eigentum ist hier völlig unerheblich.
    Ich bin fast täglich glücklicher Besitzer eines 7-Millionen € Spielzeugs. Gotteseidank bin ich nicht Eigentümer 😀

    Philosophischer Exkurs zum Thema Geld und Glück („vernünftige“ Gehalts- und Lebensumstände vorruasgesetzt):
    ab und zu überkommen mich antimaterialistische Gedanken, die eigentlich paradox meiner Lebenswirklichkeit sind. Sie gehen (gottseidank) auch immer wieder.
    Besispiel: alle Autos verkaufen und nur einen Golf III Variant, oder einen alten Passat besitzen.
    Das Ego muss solche Karren abkönnen, sonst ist man leider eine kleine Wurst.
    Grundlage dieses Gedankens ist die Annahme der Selbstnivellierung des Glückempfindens.
    Der bekannte Lottogewinner-Fall:
    Die Anschaffung eines 911ers würde zunächst unglaubliche Emotionen erzeugen. Nach ein paar Monaten würden diese Gefühle abflachen und zwar bis zu dem Punkt der Normalität. Es ist eben deine Karre- zwar eine „tolle“ aber irgendwann auch nicht mehr wirklich mehr.
    Die Anschaffung neuer Bereifung oder die Kosten eines Werkstattaufenthalts würden sogar bald zur Last werden.
    Am Ende sei angezweifelt, dass einen der fette Porsche glücklicher macht als ein Golf III. (GTI 😉 )

    Wir brauchen nicht über die Faszination zu reden, die gewisse Gegenstände (auch Geld) ausstrahlen- nur: (wie) verändert sie sich mit Erreichen des Besitztums?
    Und was hat das mit Zufriedenheit zu tun?

    Is getting the non- having?

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    Sehr guter Denkanstoß! Muss leider gerade wieder buckeln, aber da steige ich später zu mit ein! 🙂

    Vachtbitu
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    Beitragsanzahl: 354

    Donnerwetter Dreh u. auch DC.

    Naja, ich war mit der Familie un dem Vachti ja gerade in Norwegen.

    Dreh, der Sicherheitsaspekt ist nicht weg zu diskutieren. Was aber aus eigener Erfahrung ein Brett ist, ist so ein Auto (am besten mit den eigenen Händen) bis auf die letzte Schraube zu strippen, dabei kennen zu lernen, es dann wieder zum Leben zu erwecken und es dann in ausgiebigen Ausfahrten zu genießen.

    Außerdem hat so ein T2 ein enormes Kontaktpotential.

    Und restauriert verkauft er sich sicherlich deutlich teurer.

    DC zu privaten Finanzierungen könnte ich aus berulichen Gründen Bücher schreiben, leider treffen Deine Aussagen auf viele zu. Wobei ein bisschen Finanzierung nicht schadet, entweder Haus oder wenn das Haus bezahlt oder fast bezahlt ist, auch ein mobiles Haus.
    Bei den derzeit niedrigen Zinsen ist es unmöglich gegen die Inflation gegen an zu sparen…

    Was auf keinen Fall finanziert werden darf sind DInge ohne Wert, wie Fernseher, Sofas, Möbel allgemein, Spielekonsolen, Küchen, Waschmaschinen, Urlaube etc.

    Herr Wu
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    Beitragsanzahl: 135

    @ D.C. Ja, irgendwie hatte ich da Probleme, zappelte alles hin und her. Danke für die Hilfe. Die Bilder hatte ich mit Copy-Paste eingefügt, ist ´nen Apfel-Ding.

    Wie mach ich das eigentlich am besten, wenn ich den Artikel ergänze? Einfach hinten was anhängen, oder lieber neuen Artikel einstellen?

    Zum Grundthema:
    Wir werden den Bus jetzt hier in der Gegend machen lassen, ich will da ab und zu hin und nach dem rechten sehen. Daher muss ich – wohl wissend, dass Marek und Jareck einen guten Preis machen – in den sauren Apfel beissen und etwas mehr Kohle ausgeben.

    Zum Glück:
    Uns macht der Bulli tatsächlich glücklich und seltsamerweise empfinden wir das Campen mit dem T2 viel intensiver und authentischer als mit einem T4 oder T5. Wir haben beides ausprobiert. Es hat sicher etwas mit dem ihm anhaftenden Charme und der entgegengebrachten Sympathie zu tun. Aber auch mit einer gewissen Entschleunigung, bei der man sich voll bewusst auf die Macken des Alten einlässt. Gerade das macht mir Spaß und ermöglicht das Glücksgefühl, was mir der T5 auf Dauer nicht bringt. Mit dem wird für uns der ganze Akt des Campen zu modern und vielleicht auch zu schick. Der Aspekt der Sicherheit war für uns natürlich auch ein Thema, proportional zur Geschwindigkeit ist der Bulli dann aber genauso unsicher wie der S2 – klar, das ist ein bisschen schön geredet, aber Ihr wisst was ich meine. Dann darf Dreh seinen Heli auch nicht mehr bewegen und ich bleibe zu Haus im Wohnzimmer, da kann mir bestimmt nichts passieren.

    Herr Wu
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    Beitragsanzahl: 135

    Háste auch mal Angebote in der ländlichen Region eingeholt?

    Ja logo, sogar im Osten und ist Osteuropa sowie Tschechien. In der damaligen DDR war´s etwas günstiger, viele haben aber auf Grund der Substanzangaben Angebote ( Blech+Lack+Konservierung) von über 20t aufgerufen. Die Blecharbeiten bei meiner Bulliwerkstatt kosten z.Z. für die o.g. Stellen ca. 3200,00 €. o.k. die Kennen den Bus auch schon seit über 6 Jahren.

    Herr Wu
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 135

    Ach das funktioniert hier alles nicht, der schei…..Apfelcomputer. D.C wie geht das mit dem Zitat? Blockquote vorher und hinterher, oder? Ich hab´s bei Euch angeschaut, Ich bin zu doof.

    Dr.Dreh
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 727

    „blockquote“, dann Zitat einfügen und nomma „blockquote“

    Du brauchst mehr Übung WU 😀

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    Vachti versteht mich denke ich gut. Stimme Dir nur nicht ganz mit der These zu, dass man gegen Inflation nicht ankommt und sich daher verschulden darf („wegen der niedrigen Zinsen“): Man muss nur ein entsprechendes Portfolio aus EM und Aktien haben, dann passt das schon. Trauen sich aber viele nicht. Ist aber OK…

    Wu, ich würds für den Preis (Blech: 3.200) machen, das ist ein gutes Angebot – davon abgesehen ist es genau so, wie Dreh es richtig sagt: Der ideelle Wert, der dir das Glück verschafft durch Nutzung, Erlebnisse usw. hat seinen berechtigten Preis. Ich würde es nur nicht auf Pump machen, aber das hattest Du ja ohnehin nicht vor, die Diskussion haben wir hier angefangen, glaube ich.

    Gut finde ich auch, dass du das Teil unter Beobachtung haben möchtest. Ist völlig nachvollziehbar!

    Und: Dreh +2 – du brauchst mehr Übung! 🙂

    Dr.Dreh
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 727

    Versteh isch nisch…

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    Ich meine Du hast Recht: Wu braucht mehr Übung! Wu, Du vernachlässigst uns sträflich und das rächt sich jetzt 🙂

    Lord Hellmchen
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 1290

    Sauber, Wu! Ich denke, Restauration ist richtig, ohne jetzt im Detail das Ganze technisch zu durchblicken. Die Polen-Option ist ernst zu nehmen. D.C. ist nicht die einzige Richtung, aus der ich höre, dass dort gute Arbeit gemacht wird. Vorallem hat der alte Stil und T5 sind definitv total überpreist.

    Diese Finanzierungsgeschichte würde ich auch nicht machen. Wie D.C. schon sagte, Konsumgüter niemals finanzieren, ist auch meine oberste Regel. So verlockend das auch manchmal scheint. Streng genommen ist das ‚Eigenheim‘ sogar auch ein Konsumgut, auch wenn ich der letzte sein sollte, der sowas schreibt. Auf welchen Sendern und zwischen welchen Formaten laufen die ganzen Werbespots der Kredit-Haie? Merkt Ihr was? Das ist gleiche Stufe wie Hein, der sich bei Media-Markt auf Pump einen 100″ Plasma kauft und in seine Sozialbauwohnung stellt. Nicht schlau.

    @Dreh: Deine Gedanken zum Thema Glück habe ich auch oft. Bin letzte Woche umgezogen und schon 2 Wochen vorher habe ich fast alle meine Habseligkeiten in Kartons gepackt. Ich habe zunächst keinen der Kartons zugeklebt, um an die Sachen herankommen zu können, fall ich etwas brauchen sollte. Erkenntnis: Man braucht nur ca. 2% seiner Gegenstände öfter als vielleicht alle paar Monate, wenn nicht sogar seltener oder:GAR NICHT! Mir wurde klar, in was für einem Überfluss ich eigentlich lebe, obwohl ich mich nicht gerade als besonders konsumfreudig bezeichnen würde. Ich habe darufhin angefangen, mich mal wieder von vielen Dingen zu trennen. Wer braucht 3 paar Ski? Ebay und weg damit. Sehr befreiend.

    Zweite Erkenntnis: Diese Wochenende liege ich mit Grippe im Bett. In einer tollen neuen Wohnung,etc. Lebensqualität: Null. Abgedroschen, aber wahr: Ohne Gesundheit ist alles nichts.

    Ich fahre zu 95% mit einer nichtssagenden Gnubbelkarre durch die Gegend, mein Ego hat kein Problem damit. Wozu ein Porsche für den Weg zur Arbeit? 2 Min eher da sein? Kostet nur Geld und Spaß macht es Irgendwann auch nicht mehr. Das Hirn ist nicht mehr geeicht, was nun besonders ist, und was nicht. Die Leute, die die augefeiltesten Sportwagen zum Büro bewegen und die 100K€ mehr als ich unterm Hintern haben, fahren am langsamsten durch die Kurve. Entweder, weil sie schon viel zu alt für so eine Karre sind oder sie sparen müssen, weil sie so teuer ist oder sie Angsthaben, was kaputt zu machen.

    Ich würde am liebsten mit noch weniger Balast, sprich nem Mopped zum Büro fahren, aber das scheidet leider aus praktischen und Sicherheitsüberlegungen aus. Frage mich schon seit Jahren: Warum gibt’s micht mehr Kabinenmotorräder? Nur weil die komisch aussehen? Die Leute schieben 2 Tonnen Stahl tagtäglich durch die Republik, nur um Ihre 80 KG Mensch trocken zur Arbeit zu bekommen und sabbeln von Effizienz. Bullshit! Das ist alles Statusdenken. Deswegen überschulden sich Papis, die unbedingt mit dem Nachbarn den A6 unter die Nase halten wollen.
    Der Z ist absoluter Luxus, der mir aber auch sehr viel Freude bereitet, weil ich die Zeit mit diesem Auto ganz bewusst genieße und ich mich einfach frei gemacht habe von der Angst, etwas kaputtzumachen. Hinzu kommen die schönen Erlebnisse, die ich damit verbinde, z.B. FB-Treffen, auch wenn das natürlich mehr mit der Gesellschaft zu tun hat. Ok, ich zeig ihn auch gern her, weil ich stolz darauf bin und ihn mir selbst erarbeitet habe, auch wenn er aus unserem Kreise sicher mit Abstand die billigste Karre ist und von der unwissenden Allgemeinheit eher belächelt wird. (Mein Schwiegervater hat mich immer aufgezogen, mit dem Motto Postauto, bis wir uns mal zufällig auf der Autobahn trafen (er im A5) danach war Ruhe).

    Also ja, ich glaube, dass Luxusgüter glücklich machen können, wenn man sie ganz bewusst als solche begreift, als Belohnung für harte Arbeit. Man darf nicht sein ganzes Herz an sie hängen und diese Statussymbol-Geschichte vergessen.

    Ok, aber zurück zum Thema:

    und ich bleibe zu Haus im Wohnzimmer, da kann mir bestimmt nichts passieren.

    doch! Da fällt Dir die Decke auf den Kopf!

    Herr Wu
    Beitragsanzahl: 0

    Ich meine Du hast Recht: Wu braucht mehr Übung! Wu, Du vernachlässigst uns sträflich und das rächt sich jetzt

    Naja, ich vernachlässig Euch schon nicht. Mir fließt die Tinte nur nicht so lässig aus der Feder wie Euch. Ich komme am Tag einfach nicht dazu ins Forum zu schauen, ab und zu mal in der Mittagspause. Am Abend überfliege ich dann oft die bereits ausführlich diskutierten Themen und muss dann ja nicht immer meinen Senf dazu geben nur um was zu sagen.

    Zum Budget der Restaurierung: Ich nehme ein Teil der Kohle, die ich für den S2 bekommen habe. Für den wurde sogar noch etwas mehr gezahlt als ich damals selbst ausgegeben habe.
    Wie schon gesagt, es ist keine komplette Resto geplant. Der Bus soll einfach in einen Zustand versetzt werden, in dem man ihn ohne Blechsorgen die nächsten Jahre benutzen kann. Vielleicht gehen die Preise weiter nach oben, dann könnte man ihn irgendwann mit weniger Verlust verkaufen. Das steht jetzt aber nicht zur Debatte und ist auch nicht der Grund für die Resto. Klar ist, das man max. 1/3 der Restaurierungskosten beim Verkauf ansetzen kann – sofern die Nachfrage stagniert. Natürlich fiel mir die Entscheidung zur Resto unter Berücksichtigung der aktuellen Marktpreise, (z.Z. im Zustand 3 ca. 14t € und im Zustand 2 ca. 19t € ) wesentlich leichter. Ich bin mir aber ziemlicher sicher, dass ich den Bulli nicht ewig behalten werde.

    Ich will ja auch mal wieder was Flacheres. 😉

    Herr Wu
    Beitragsanzahl: 0

    So jetzt habe ich das genauso gemacht wie Ihr mir das mit dem Zitat gesagt habt, funzt trotzdem nicht. Ich schmeiß das Ding gleich aus´m Fenster. 👿

    Da steht ”on” soll isch da ma drufdrücken, oder was….

    … es geht, ich werd verrückt! Dieser Button da oben, nee. Da muss man beim zweiten ”Blockquote” noch manuell ´nen Schrägstrich vorsetzen.

    Das wusstet Ihr natürlich alle! Klar

    😳

    Lord Hellmchen
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 1290

    NEEEE! DER GEHT! SÖNNIEEE!
    Also ich mache das Zitieren immer so:
    1. Zu zitierende Zeile per copy/paste in meine Antwort kopieren
    2. Zeile in meiner Antwort markieren
    3. Auf das Quote-Icon klicken
    4. Vor und nach dem Zitat müsste dann ein „blockquote“ stehen

    Herr Wu
    Beitragsanzahl: 0

    @ Hellmchen zum Glück:
    Vielleicht stellt sich auch die Frage, wann das Besondere alltäglich wird und welche Wertigkeiten man dann setzt. Wie Du schon beschrieben hast, freut sich wahrscheinlich Jeder von uns sein Spielzeug mal hin und wieder zu bewegen, aber so dass das Besondere halt noch besonders bleibt. Bei mir würde das Glücksgefühl in Punkto Bulli aber enorm abstumpfen wenn ich jeden Tag damit zur Arbeit fahren müsste.

    Vachti, wie ist denn das bei Dir? Wird es Dir mit dem TTRS auf Dauer langweilig oder beliebig? Oder kompensiert man das dann immer mal mit mehr Leistung?

    Wenn ich jetzt täglich mit dem Auto statt mit dem Rad zum Job müsste, wären andere Faktoren wichtig. Aber einer gewissen Basiseuphorie könnte ich mich dennoch nie verwehren. Z.B. hatte ich echt mal überlegt, für den Weg zur Arbeit ´nen Golf II GL oder ´nen SAA 99 Serie V zu kaufen. Da steckt dann nur 50 % Herzblut drinn, aber es steckt immer was drin. Einen Ka würde ich dagegen nicht geschenkt haben wollen.

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    So jetzt habe auch ich Zeit ein paar Gehirnfürze dazu beizutragen:

    Ich habe mich in der letzten Zeit genau das gefragt, was Dreh angesprochen hat und bin zu einem Schluss gekommen, der ziemlich genau in der Quintessenz der Sache „persönliches Glück geht über Materialismus“ entspricht. Als ich den Esprit neu gekauft habe und alles ganz aufregend war, meinte man natürlich „glücklich“ zu sein, aber es war doch auch viel vermeintlich „Sekundäres“, was letztlich eigentlich das wichtigere war: Neue Freunde kennenlernen, Erlebnisse teilen, draußen Spaß haben und zusammen lachen. Das ist entscheidend. Der Besitzerstolz ist am Anfang auch schön, weil man das Gefühl hat, etwas „erreicht“ zu haben – das ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Aber das lässt nach, und übrig bleibt eben ein pflegebedürftiges Besitzgut, welches auch mal schlechte Laune machen kann.

    Ganz krass gesagt: Es gibt die Wahl zwischen Askese und materiellem Hedonismus. Beides halte ich für die meisten Menschen zu extrem und auf Dauer vermutlich nicht wirklich glücklich machend. Man muss aber immer wieder einen sinnvollen Wechsel zwischen „Luxus“ und „Enthaltsamkeit“ vornehmen, damit man sowohl das Eine, als auch das Andere zu schätzen weiß. Wenn man das nicht tut, wird man entweder komisch oder ein Charakterschwein.

    Fazit: Würde ich mir vorstellen können, ohne das Auto zu sein? Klar! Kein Problem! Es ist oft für mich sehr befreiend im Polo rumzugurken. Keine Sorgen, Inkognito und trotzdem bricht mein Selbstbewusstsein nicht zusammen. Aber es ist eben auch immer wieder etwas besonderes und ein „ganz spezielles“ Lebensgefühl wie in einen sehr teuren Lederhandschuh zu schlüpfen, der duftet und einen Luxusaspekt verströmt, den ich mir in meinem restlichen Leben in allen anderen Bereichen vorenthalte (Kleidung, Uhren, Möbel, Haus, etc.). Nur dadurch weiß ich die Besonderheit zu schätzen – auch dadurch, dass es eben „selten“ und „gezielt“ passiert, dass ich das Auto fahre. Würde ich es jeden Tag machen, würde sich das entwerten und banalisieren.

    Besonders auffällig ist das, wenn man mal einen vermeintlich tollen Mietwagen fährt (habe ich in der letzten Zeit ein paar mal gemacht). Da wird ein Jaguar XF oder nagelneuer 5er nach 10km so unwichtig und banal, dass man sich ernsthaft fragt, wer so viel Geld in so etwas reinsteckt. Das müssen sehr wohlhabende Menschen sein, denn das Verhältnis „Kapital zu Lebensqualität“ tendiert hierbei für mich gegen 0.

    Dann lieber 2-3 schöne Urlaube im Jahr oder mal schön Essen gehen und das Geld für Erlebnisse ausgeben.

    Herr Wu
    Beitragsanzahl: 0

    100%ige Zustimmung!

    Lord Hellmchen
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 1290

    Amen!

    Rene
    Beitragsanzahl: 0

    Dem kann man echt nur zustimmen.

    VW Bulli Nostalgiker
    Beitragsanzahl: 0

    Ach ich werde jedes Mal Wehmütig wenn ich dieses VW Auto sehe. Diese VW Bulli Nostalgie wird wohl niemals abebben.
    Jetzt fahre ich einen Audi A6 (als Occasion zum Verkauf gewesen und zugeschlagen), aber dieses Lebensgefühl wenn man den VW Bulli fährt, kann man nicht ersetzen.
    Ich schau immer, voller Wehmut in der Garage in diese Ecke wo er einst stand. Dann kann einfach kein Tuning mithalten und zur Reparatur hab ich mit dem Bulli 12 Jahre nicht gemusst.

    Lord Hellmchen
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 1290

    @VW Bulli Nostalgiker: Warum hast Du verkauft? Tu’s doch wieder!

    Gregor
    Beitragsanzahl: 0

    Hast du denn zwischenzeitlich mit der „Rostentfernung“ begonnen und kann man sich schon Bilder dazu anschauen. Finde es immer wieder klasse zu sehen, wieviel Energie Menschen in die Restaurierung investieren und das Ergebnis kann sich oftmals sehen lassen.

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    Hallo Gregor, die aktuelleren Berichte findest Du unter:

    Bulli Restaurierung Teil II: https://www.fuelbrothers.net/?p=16236
    Bulli Restaurierung Ende: https://www.fuelbrothers.net/?p=24862

    Viel Spaß beim schmökern!

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