Nachdem der Hellm nun seine innere Uhr, sämtliche Körperflüssigkeiten und die Gehirnzellen wieder auf europäisch geschaltet hat, fühlt er sich imstande euch endlich einen kurzen Reisebericht aus dem Land der unbegrenzten Beklopptheiten zu erstellen.
Hier natürlich nur der automobile Part.

Zunächst ein paar Erkenntisse in Kurzform:

1. Es ist etwas anderes, wenn man(n) solch eine Reise mit seiner Freundin macht.
2. Im Vergleich zu meinem letzten Besuch muss ich sagen: Ja, sie sind immernoch so wie sie nun mal sind. Man fährt mit dem monströsen Pickup-Truck, am liebsten in weiß, im Schneckentempo über die verstopften Highways, stopft undefinierbaren Fraß in gigantomanisch großen Portionen in sich hinein, hat von allen Wörtern die mit -kultur enden nichts am Hut und ist aus irgendwelchen Gründen unheimlich stolz auf „sein“ Land.
3. Auch das blieb unverändert: Man kann den amerikanischen Landsleuten alles mögliche nachsagen, aber nicht dass sie nicht geschäftstüchtig sind und wir uns keine Scheibe davon abschneiden könnten.
4. Aber es gibt eine aufflackernde neue Bewegung: Mittlerweile ist das 4. Buch von Al Gore auf dem Markt und es hat sich ein Virus namens „Prius“ im Straßenbild etabliert: Vom Taxi bis zum Schlipsträgermobil: Noch nie habe ich soviele Toyota-Hybride auf einmal gesehen. Es ist aber mehr der „Chic“ als ein ernstzunehmender Versuch, den Planeten zu retten. Denn dann auch wieder die allgegenwärtige Ambilvalenz: Es wimmelt von RAM 1200, Hummer usw. und die Städte sind stehts von einer Dunstglocke überdeckt.
5. Das gleiche gilt für die Gesellschaft: 10% sind gebildet, treiben Sport, fahren mit europäischen Autos ins Theater. Der Rest besteht aus odpösen Zombies im permanenten Zuckerwahn, die die Welt außerhalb ihres I-Phones anscheinend nur noch verschwommen wahrnehmen.
Anstatt euch aber mit meinem Gelaber und weiteren philosphischen Gedankenkonstrukten zu langweilen, die man auf einer solchen Reise unweigerlich anhäuft, werde ich jetzt einfach erstmal ein paar Bilder sprechen lassen.

Immer noch sehr gern genommen:
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Man lebt mit dem Automobil und das Automobil mit einem:

Da war unser Gefährt schon bescheidener:

Seltsame Vehikel an fast jeder Ecke:
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Und immer wieder auch dahinsiechende Klassiker:

Malibu Beach ohne Haselnüsse:

Wie überall: Too much is never enough. Hier in Bel Air und am Rodeo drive in Perfektion:

Man beachte die Golf-Scheibenwischer 🙂


Das standard-Fahrzeug der reichsten Stadt der USA. Ich konnte diesen Trümmer nacher nicht mehr sehen.

Aber auch der Europäer lässt sich zu einigem Unfug hinreissen:


Helikopterflug über das größte Loch auf diesem Planeten. Dreh, ich beneide Dich! Das ist wirklich die eleganteste Art der Fortbewegung, die es gibt!

Der Höhepunkt für den Fuelbrother: Drag Race in Las Vegas:


American muscle at it’s best.








Der innere Schweinehund ist auch dabei



Um 11:00 Uhr war die höchste Klasse dran und die Ränge voll. Nur zwei Zahlen: Zeit für die quarter mile: unter 5 sek.! Topspeed nach 350m: Über 310 mph! Geräuschentwicklung: Infernalisch! Vergesst alles, was Ihr bisher gehört habt! Dagegen ist ein Besuch bei der Formel 1 ein Bingoabend im Altersheim. In 200m Entfernung kitzelt es noch in der Magengrube und der Boden vibriert im V8-Stakato. Dazu der süße Geruch von Nitro und verbranntem Gummi: Ein Traum!

Und Lord Hellmchen mittendrin:

Soviel zum Thema Nachwuchs: