copyright www.anneau-du-rhin.fr

Der erste Trackday des Jahres…endlich! Ende März war das natürlich fast schon etwas kritisch (letztes Jahr lag um die Zeit noch Schnee), aber wir hatten Riesenglück: strahlender Sonnenschein bei fast 20 Grad- perfekt!

L´Anneau du Rhin ist eine knapp 3km lange Strecke westlich von Freiburg in Frankreich gelegen…in einem idyllischen Wäldchen, nebenan grasen (?) Pferde und die Eigentümerin misst noch selbst mit dem Phonmessgerät die Lautstärke der teilnehmenden Autos….scheinbar gibt es hier keinen NABU der sofort wegen gefährdung des lärmsensiblen Nistverhalten irgendwelcher Käfer-Randgruppen klagt (siehe auch Bilster Berg).

Um pünktlich um 8 an der Strecke zu sein musste ich um 6 in Heidelberg los…nicht meine Zeit, aber das erste Mal in meinem Leben dass ich die A5 komplett ohne Stau bis Freiburg durchfahren konnte. Bei 4 Grad Außentemperatur hätte ich mir allerdings eine Heizung im Auto gewünscht (die hab ich nach einem unerwarteten Fußbad in Kühlflüssigkeit letztes Jahr abgeklemmt). Nach Freiburg überquert man den Rhein, fährt durch ein paar kleine französische Dörfer (und sieht um diese Uhrzeit tatsächlich Menschen mit Baskenmützen und Baguette unter dem Arm), über schmale Landstraßen und kommt 15min später an einem kleinen Waldgebiet an, in dem die Strecke liegt.

Um 9 ging´s dann los. Mario Ketterer war als Instruktor vor Ort, neben einer handvoll alter Alfas waren jede Menge moderne Porsche dabei. Als die ersten Autos kamen dachte ich ich hätte mich im Datum geirrt und wäre auf einem Fahrerlebnistag des Porsche Zentrums Karlsruhe gelandet. Die Strecke selbst ist toll angelegt…trotz nur 3km Länge ist alles dabei: Speedgerade, Driftkurve, Haarnadelkurve, Mutkurve und Idiotenkurve! Idiotenkurve ist übrigens die Kurve von der man zuerst denkt es wäre die Mutkurve, kurz vor dem Abflug dann aber merkt dass sie zum Schluss hin zumacht. Mit etwas Pech steht dann im Kiesbett schon ein anderes Auto. Nach zwei „Lernrunden“ konnten wir dann den ganzen Tag von 9-5 frei fahren….Riesenspass! Leider hat nach 10min das einzige elektronisch Bauteil am Alfa den Dienst quittiert: der Drehzahlbegrenzer, der mit lustig flackerndem Shiftlight bei 4500 U/min die Zündung abgestellt hat. Beim Versuch das Teil stillzulegen hab ich mir einen schönen Schlag eingefangen weil ich gleichzeitig mit der Nase an den Kotflügel gekommen bin…fragt nicht!

Danach lief der Alfa den Rest des Tages klaglos, und außer Sprit und etwas Öl war nichts…Spritmangel war (neben der Bratwurst mittags) auch die einzige Möglichkeit mich von der Strecke zu bekommen:

https://www.youtube.com/watch?v=VgnvXz4yR_U

Nachmittags durfte ich dann noch eine Runde mit Mario im 991 Turbo S drehen….das Auto ist von einem anderen Planeten. Beschleunigung dass das Atmen schwerfällt, Verzögerung dass einem scharz vor Augen wird. 235 wo mit dem Alfa 140 gehen, hochschalten wo ich mit dem Alfa schon seit 100m auf der Bremse bin. Unglaublich! Der Besitzer des Turbos hatte leicht feuchte Augen als er sein Auto mit rauchenden Bremsen zurückbekommen hat.

Abends war ich dann so platt dass ich im Stau zurück nach Heidelberg fasst eingeschlafen bin- alles in allem war´s aber ein Wahnsinns-Tag, und ich freu mich jetzt schon auf den trackday in Spa Mitte Juni!