© www.autoholic.de | Ein vielleicht bald seltenes Bild: Seven auf der Nordschleife“

Nachdem es sich die letzten Tage schon in der Presse angedeutet hat ist es nun offiziell:

Der Nürburgring ist insolvent.

Weitere Infos hier: Handelsblatt-Meldung

Es gibt gewisse Katastrophen in der Gesellschaft, die man schön langsam genießen kann, quasi mit Popcorn in der einen, Cola in der anderen Hand. Wie sagte neulich ein bekannter Investor:

„Europa gleicht einem vollbeladenen Güterzug, der in Zeitlupe gegen eine Betonwand fährt.“

Ähnliches gilt/galt beim Nürburgring. JEDEM war klar, das nimmt kein gutes Ende. Es wurden Fernsehberichte gedreht, Finanzminister traten zurück (mussten gehen?), die Gebäude stehen leer, der „Ringracer“ sah nie die Zielflagge, offen sichtbare Baumängel kamen zu Tage (auch für Laien, mitten in Deutschland!), und so weiter und so fort.

Wie viele Artikel wurden verfasst, wie oft wurden Schuldige gesucht (und gefunden)?! Man kann sagen was man will, bei vielen Dingen im Leben helfen einfache Weisheiten weiter: „Man kann nicht mehr ausgeben, als man hat!“ oder: „Der Fisch stinkt vom Kopf“

Leider werden diese nicht gerne von den ‚Machthabenden‘ beachtet, zu ‚trivial‘, zu ‚klein‘ ist so etwas gedacht. Die Bevölkerung, dumm und uninteressiert (oder etwa ohnmächtig und resigniert?) wie sie ist, ignoriert und verzeiht Kapitalverbrechen (im Wortsinn) der Politik im Dutzend… Dazu muss man natürlich nicht nach Europa schauen, die Eifel reicht vollkommen, wie man sieht.

Was bleibt: Wie so oft werden die Leidtragenden die ‚kleinen Leute‘ sein. Klar, einen GT3-Fahrer wird es kaum jucken, wenn ein insolventer Nürburgring die Kosten für eine Fahrt auf der GP-Strecke auf 50€ und die auf der Nordschleife auf 70€ anhebt. Aber diejenigen, die zur Legendenbildung der Nordschleife wirklich beigetragen haben, die kleinen Asconas, E30 & GTI-Fans – werden in die Röhre schauen. Und damit ist nicht die Fuchsröhre gemeint.

Über die Implikationen für den Steuerzahler sei hier schon gar nicht gesprochen…