…geht jetzt weiter! 🙂

Heute war ich mit meinem Schatz bei schlechtem Wetter, aber mit Backup durch meinen Leib- und Magenmeister Papa H. beim TÜV. Wie ihr seht, war ich fast alleine, allerdings hat das die TÜV-Prüfer nicht abgehalten sich Zeit zu lassen. War aber nicht wirklich schlimm, zwischen Auto, Motor & Sport, ADAC-Postillen und Wartesitz gab es dankbarerweise auch einen Gratis-Kaffeeautomat. Die Wartezeit überbrückten Papa H. und ich mit seinen alten Geschichten aus der Rally-Zeit (auf Nissan!), mit Sperrdiff vorne (Fronttriebler!) und viel Mut beim Einlenken.

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Dann kam der große Moment. Einlass in die heiligen Hallen, die über Wohl und Wehe so manchen Traumes entscheiden können und es auch tun. Ich muss sagen, ich war sehr nervös und ihr wisst ja auch warum. In jedem Fall ging die eigentliche Prüfung recht unkompliziert und schnell von statten – keine groben Mängel! Nur die Handbremse war ein wenig schwach, das konnte Papa H. aber justieren (vor Ort, mit Schraubenzieher!) und das Licht ein wenig zu hoch. Kinkerlitzchen. Sonst ist nichts zur Sprache gekommen!

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In jedem Fall war die Freilegung der Fahrgestellnummer auf dem Rahmen (ganz feine Stanzung, nach 15 Jahren nicht mehr klar zu lesen) das größte Problem, aber mit einer Drahtbürste war auch diese Untiefe überwunden. Ich muss sagen, so unproblematisch bin ich noch mit keinem meiner bisherigen Autos da durch (Ausnahme: Björns Volvo, der hat irgendwie seit 14 Jahren keine Mängel ?!?). Das einzig Dumme ist nur, daß der Prüfer keine Musterdaten von dem Auto hat (woher auch), und die erst anfordern muss.

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Er hatte einen Esprit-Musterbrief vom S2 1981, aber der hilft ja nu auch nicht weiter… Die AU war auch gut, das Steuergerät war auch nach einer längeren Phase des Leerlaufs dazu zu bewegen (Gaspedal antippen, danke Jürgen für den Tip!) den Wagen unter 1000 Touren stabil zu halten (ich erwähnte ja bereits die elektronischen Progrämmchen im Motormanagement). Euro 1 sind auch geschafft, in jedem Fall ist das finanzielle bei dem kleinen Hubraum nicht so schlimm wie ein alter V8 aus der Zeit.

Leider hatte ich bei dem Termin nur mein Handy dabei, daher die schlechte Bildqualität. Ich finde das british racing green lebt (leider!) bei Regen erst richtig auf. Es wirkt total edel, wie ein nasser, englischer Rasen vor dem Westflügel eines Anwesens. Man merkt, daß die Farbwahl bei englischem Wetter getroffen wurde.

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Ein Italiener sieht bei Nässe irgendwie nicht so cool aus. Naja, als dann alles erledigt war bin ich dann frohen Mutes und heißen Auspuffs (erwähnte ich bereits den Sound bei Betriebstemperatur und offenen Fenstern!?) durch die City zurück – jaja ich weiss, ich hätte ohne Ego-Blowjob auch über die B9 inkognito fahren können 😉 um im Zentrum hinter einen anderen Engländer jüngeren Baujahrs zu geraten. Wir sind dann zusammen weiter – ich hätte auch nackt auf der Strasse rennen können und dabei laut rufen: „JEHOVA, JEHOVA!“ – mehr Leute hätten auch nicht geschaut.

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Man muss sich daran gewöhnen. Für inkognito demnächst also Polo fahren. Kindern machen übrigens die Klappscheinwerfer einen Heidenspaß, schade dass es sowas heutzutage neu nicht mehr gibt. Ein echtes Stilelement – es hat etwas lebendiges, wie ein Tier das aufwacht… *pscht, er schläft noch*.

Hach, jetzt gehts mir gut. Immer heiter weiter in den Arbeitsk(r)ampf und neu motiviert für eine kommende Nachtschicht inklusive Wochenendarbeit. Man weiss immerhin jetzt mal wofür… das war der Sinn, den ich gesucht habe. Einfach ist das Leben, wenn man automobiler Hedonist ist. Sinnfragen werden umgehend mit dem Gaspedal beantwortet und Depressionen/ Burn out-Probleme mit einem ebensolchen gelöst.

Welche Krise???

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D.C.