…Männers. Nachdem sich Dreh immer noch nicht zu Wort meldet, und Vachtbitu zwar Lebenszeichen, aber noch keine handfesten Daten und Fakten schafft, möchte ich euch heute mal wieder mit meinen Erlebnissen beglücken. Das wichtigste zuerst:

Herr Wu hat tatsächlich die Unverfrorenheit besessen, mich mit einem blauen Pulli von (na?) Esprit zu beglücken, als kleinen Seitenhieb auf das gefürchtete Lotus Marketingvideo von 1990. Wer es noch nicht kennt, dem sei der folgende Link empfohlen, mit besonderem Augenmerk auf den Fahrer in Minute 5, Sek 29 (wer übrigens auch eine eigenartige Ähnlichkeit zwischen der Art des Lotus-Chef und Herrn Wu feststellen kann, bitte Kommentar dazu): 

Um in jedem Fall die Sache zu belegen, und damit meine allergrößte Freude über dieses unverzichtbare Gadget zum Ausdruck zu bringen, habe ich euch natürlich entsprechendes Bildmaterial angehangen.

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Doch jetzt noch etwas anderes, ernsteres. Ich hätte mir fast den Motor zersägt, durch eigene Dummheit. Wie verblödet muss man eigentlich als mittelmäßig begabter Ingenieur sein, um zu vergessen, regelmäßig nach dem Öl zu gucken? Bei einem turbo-hochdrehzahl Exoten? Bei dem im Handbuch steht: „regularly check oil level, recommended every second or third fuel stop, at least every 1000km?“  Ziemlich, ne?

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Jedenfalls, bei einer beschwingten (und lautstarken!) Fahrt mit Esprit und Elise (siehe Bild, Gruß an Mitsch!) durch den schönen Westerwald

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gehen auf einmal die Lampen Öl, Ausrufezeichen und Kühlerfehlfunktion an. Ich natürlich in Panik rechts ran und erstmal die Karre aus. Der Öldruck auf der Anzeige war eh schon recht gering (konstant unter 3 Bar unter Last, und im Leerlauf bedenklich niedrig), daher war der erste Verdacht – schauste mal. Und: Bingo!

Ölmeßstab zeigt satt unter Minimum an, in etwa 1L zu wenig. Die Ölpumpe hat scheinbar schon Luft im Sumpf gezogen, in engen, schnellen Kurven (ich musste an der Elli dranbleiben!)  und dann hat die Elektrik (zum Glück!) gemeckert…

Tja, natürlich dann mit 2-3 T Umdrehungen nachhause, langsam und das Autole geschont abgestellt. Der Rest war dann recht OK, ich habe mir das empfohlene Öl besorgt (Castrol RS 10W/60 Scheissteuer!) und einen zwischenzeitlichen Ölwechsel mit Mitsch’s Hilfe inner Grube von seinem Kumpel machen lassen (von eben Mitsch). Vielen Dank an dieser Stelle nochmals dafür. Jetzt lacht die Blüte wieder – scheint alles nochmal gut gegangen zu sein.

Soviel zum Thema  ‚englische Elektrik-Zuverlässigkeit‘ (die ist nämlich dagewesen!) und ‚deutsche Gründlichkeit‘ (die war mal eben weg…).  Ich schufte mich jetzt noch ein paar Tage und dann, denke ich, sollte ich draus gelernt haben…

In diesem Sinne: Ölmeßstab immer schön sauberlecken!