Autodesign- Fahr zur Hölle!

Von |2014-12-01T19:27:04+00:0019. Nov. 2014|/ Essays, / Kurzmeldungen, / Polemik und Sonstiges|12 Kommentare

Ich möchte hier einen netten Artikel verlinken, der hier einigen aus der Seele sprechen dürfte, was meint Ihr?

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Ansicht von 12 Beiträgen - 1 bis 12 (von insgesamt 12)
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    Beiträge
  • felix petrol
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 159

    Was wird aus der Liebe zum Automobil? geht in die selbe Richtung.

    Bin ich zu ignorant zu erkennen dass auch ein BMW F20 mal ein gefragter Young- und Oldtimer wird, oder wird das tatsächlich nicht passieren, weil das Design dank Fußgängerschutz und Aerodynamik immer austauschbarer und beliebiger wird?

    Wer hätte in den 80ern gedacht daß ein MB 190 mal für sein zeitloses, schlichtes Design gelobt wird, daß ein BMW E30 irgendwann wieder mehr wert sein wird als er damals gekostet hat. Seh ich es einfach nicht, oder wird das mit modernen Autos nicht mehr pasieren?

    Meine These ist dass man immer auf die Autos steht die das Straßenbild geprägt haben als man gerade ins autointeressierte Alter (also bei mir so ab 2 Jahren) kam…..werden 2040 dann vintage-smartphones gesammelt und gepflegt oder wird es wirklich mal einen Golf VII mit H-Kennzeichen geben?

    „Weißt Du noch, das war der mit dem oldschool-touchscreen-entertainment und dem funzeligen LED-Licht….da mußt Du echt noch selbst fahren“.

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    Oh mann, ich habe keine Zeit gerade, ich schreibe nachher was dazu. Habe heute aber wieder den Kopf über den X6 geschüttelt. Wer kauft sowas?!?

    felix petrol
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 159

    Robert Geiss.

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    Ich denke es wird heute und in Zukunft immer wieder mal Klassiker geben, an die man sich gern und mit leuchtenden Augen erinnert. Zum Beispiel denke ich an den 1M-Coupe, den still und heimlich eigentlich vermutlich jeder hier reizvoll findet. Oder den alten Z4M als Coupe. Beides moderne Autos, die durch interessantes Design, tolle Motoren und kompakte Abmessungen hohes Klassikerpotential haben.

    Ein Golf IV hingegen ist sicher in 20 Jahren nur als R32 interessant, den Rest kannste in der Aservatenkammer lassen. Braucht kein Mensch!

    Das Thema Design bei Autos ist letztlich total schwierig in einem Satz zu erklären. Es spielen unheimlich viele Anforderungen da rein, so dass es letztlich ein kleines Wunder ist, wenn man einen guten Wurf auf die Straße stellt. Schaut euch mal den Lamborghini Gallardo an, in seiner ersten Version, in Weiß. Ein absolutes Jahrhundertauto, genau so, wie es der erste Lotus Esprit S1 in weiß war. Diese Autos sind sofort Klassiker. Der Saab 900 genau so. Und warum? Weil die Kombination aus Ästhetik, sichtbar gemachter Funktion und emotionaler Ansprache des Betrachters perfekt gelingt.

    Ein Golf oder wegen mir eine C-Klasse sind einfach nur Gebrauchsgegenstände. Da ist per Definition wenig Potential drin. Deshalb werden die zukünftigen Sammler auch nur auf die Skurrilitäten und Besonderheiten abfahren: „Der C63 war der letzte große, nicht aufgeladene V8 seiner Zeit“… usw., you get the point.

    Wir hingegen sind automobile Genießer, uns reicht das nicht. Wir wollen das komplette Paket, das spiegelt sich in unserem Autogeschmack wieder. Wir brauchen Optik, Leistung, Sound, Emotionen, Markennimbus und am besten Historie. Das ist selten und war auch schon immer selten. Oder wer kräht heute noch einem Fiat 130 nach? Oder einem Simca-Chrysler?

    Sicher wird es Nerds geben, die das toll finden, aber mal ehrlich, ein 365Gtb4 lässt halt alles im Regen stehen und so ist es mit einem Esprit gegen den Golf VI auch. Ein schönes Beispiel im Kleinen ist der V70 I T5 von Dreh. Sehr gute Kombination vieler Aspekte. Und jetzt vergleicht mal mit der E-Klasse Kombi aus der gleichen Zeit. Na? Genau. Todeslangweilig.

    Lord Hellmchen
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 1290

    Natürlich umgeben sich im weitesten Sinne exotische Autos, und dazu sind der Gallardo und Esprit zu zählen, immer mit einer gewissen Aura, die dem Betrachter „hilft“ das Design als positiv zu bewerten. Liegt daran, dass hier nicht auf den letzten Cent geachtet werden muss und weniger Kompromisse eingegangen werden. Dadurch kommen Formen zustande, die im Vergleich zu Brot und Butter Autos exotisch, weniger alltäglich und dadurch spannender werden.

    Zu bemängeln ist: Das Supercar im traditionellen Sinne stirbt aus. Wo sind die kompromisslos auf Fahrdynamik und Show ausgerichteten Karren? Geile Karrosse, großer Motor und sonst eigentlich alles unpraktisch, teuer, schlecht zu fahren, etc? Das gibt es nicht mehr, auch die hochpreisigen Supercars sollen heute alltagstauglich sein, leicht zu fahren und nach oben in der Pannenstatistik. Was das für das Design bedeutet, ist klar: Der Umkehrschluss, es wird alltäglicher, banaler…

    Zweiter Aspekt, bzw. Quintessenz: Wirklich großartiges Autodesign, also quasi der Endgegner, Königsdisziplin ist, Massenware emotional aussehen zu lassen. Beispiele?Mhmm, wenige.

    Kampfhamster
    Mitglied
    Beitragsanzahl: 78

    Ich war mal 911er-Fan, habe mir jede neue Baureihe als Modell ins Regal gestellt und konnte mich nicht sattsehen an den Formen, den sinnlichen Kurven und der allgemeinen Optik der Flachkäfer. Aber irgendwie haben mich die Porsches ab dem 997er immer mehr kalt gelassen. Inzwischen kann ein 991er an mir vorbeifahren, ohne dass ich mich danach umdrehe, aber sogar der 996er mit seinem Spiegeleiergesicht gefällt mir immer besser. Entweder, weil er für mich noch mehr Charakter und Eigenständigkeit – gerade durch das früher so verhasste Frontscheinwerferdesign – aufweist als die neuste, noch runder gelutschte Elfer-Generation. Oder weil ich doch inzwischen langsam alt werde und in die „Früher war alles besser“-Ecke abdrifte? Felix hat schon Recht, die Autos, die man in seiner autoprägenden Zeit gesehen hat, bestimmen wirklich den Geschmack. Ich bin da wohl als Spätzünder in den 90ern hängengeblieben, das erklärt vermutlich auch meine Vorliebe für 300ZX, Volvo 850 und Posche 993.

    Apropos 90er: Gestern bin ich über einen Artikel über japanische Autos gestolpert, die nie in den USA erhältlich waren. Mit dabei 3 Fahrzeuge, die mir, obwohl ich immer dachte, eine Menge über Reiskocher zu wissen, bisher völlig entgangen waren:

    Der Autozam AZ-1, a.k.a. Suzuki Cara. 660ccm! 47 KW! Flügeltüren! Und das alles konzentriert auf 3 Meter 30!
    Klar, an dem Design scheiden sich optisch die Geister, aber ich würde mir so einen sofort in die Garage stellen. Um Welten besser als der neue Smartwingo!

    Der Toyota Sera – Warum gab es den nie in Europa? Immerhin wurde das Teil mehr als 15.000 mal gebaut. Platz für 2 Erwachsene und zwei Kinder, ein mittelgrosser Kofferraum, eine 1,5-Liter-Maschine mit immerhin 107 PS, und das alles verpackt in eine Karosse mit Scherentüren, die so schräg ist, dass sie schon wieder sexy wirkt!

    Liebling, ich habe die Dodge Viper geschrumpft! Und sie dann Suzuki Cappuccino getauft.
    Bei einem solchen Auto muss man sich wirklich fragen, was die Designer bei Suzukiu geraucht haben. Und wo man selber was von dem Zeug herbekommen kann. Zugegeben, der Cappuccino war mir schon bekannt, weil ich mal anno 93 bei unserem örtlichen Suzi-Händler um einen rumgeschlichen bin, aber damals in meiner jugendlichen Hybris entschied, dass so ein Elefantenrollschuh mit nur 660 Kubik und einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h unter meiner Würde sei (und ich ihn mir für damals 30.000 DM sowieso nicht leisten konnte).

    Wirklich ein Jammer, dass solche Fahrzeuge heute nicht mehr gebaut werden. Damals waren sie eher eine Randerscheinung, aber ihrer Zeit voraus – progressives Design, pfiffige Details und eine vernünftige Motorisierung. Mal ehrlich, solche Kisten würden heute doch eh‘ hauptsächlich in der Stadt bewegt, und da sind 600ccm deutlich sinvoller und ökologischer als Muttis RS6 Avant, um mal eben nach dem Kinder-in-die-Waldorfschule-bringen noch bei Aldi einkaufen zu fahren.

    Kampfhamster
    Beitragsanzahl: 0

    Kurzer Nachtrag zum Suzuki Cappuccino:
    Bin gerade darauf gekommen, fass der Cappuccino 1991 präsentiert wurde, die Dodge Viper aber erst 1992. Krass, wer hat denn da von wem abgekupfert???

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    Sehr starker Beitrag, Kampfhamster! War mir alles auch neu! 😯

    Kampfhamster
    Beitragsanzahl: 0

    Mal ’ne völlige Off-Topic-Frage: Wie, zur Hölle, kann ich hier ien Profilbild einfügen? Ich fühle mich so gesichtslos… 🙁

    D.C.
    Beitragsanzahl: 0

    Das ist einfach: http://www.gravatar.com

    Du trägst Dich da einfach mit einer Mailadresse ein und machst einen Account. Das wird dann automatisch hier verknüpft, sobald Du einen Kommentar schreibst.

    Kampfhamster
    Beitragsanzahl: 0

    Test, Test, eins, zwo…

    Geht, danke für den Tip!

    Herr Wu
    Beitragsanzahl: 0

    Mhhh, der Sera ist ja noch ganz i.O. , aber die anderen sind echt gewöhnungsbedürftig. Aber die Grundidee ist nach wie vor beeindruckend, leider damals zu früh und heute zu spät.
    Manches kann im Auge des Betrachters noch reifen aber einen SLK werde ich evtl. bzgl. der Klappdachakrobatik Respekt zollen aber nie in mein Quartett aufnehmen. Der 993 ist geil, aber ich muss ehrlich sagen, dass mich der Saab 900 wesentlich emotionaler trifft. Hier gibt es einen bunten Strauß an Skurrilitäten, der so schön gebunden ist, dass es immer wieder entzückt, wenn ich einen 900er sehe.

    Wenn Ihr jetzt im vollen Umfang Eurer geistigen Kräfte ein Auto aus den aktuellen Jahren, sagen wir mal ab 2012, kaufen solltet – was wäre das?

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