gute werbung…
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am
27. Juli 2010
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- Kurzmeldungen |
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bin in letzter zeit mal wieder mit wenig zeit bestückt, daher nur kurz hineingegrätscht drei links. es gibt eine neue werbung, vielleicht kennt ihr’s schon, es ist genial und es passt sogar hierzu (d.c.: deiner besseren hälfte wirds besonders gefallen!):
(@D.C.: ich habs nicht hinbekommen die videos zu embedden, obwohl ich’s genauso wie bei anderen artikeln gemacht habe… woran liegt’s?)
Edit Hellm: Stehts zu Diensten, Hr. Tomba!
Golf 1 Cabrio
geschrieben von
am
20. Juli 2010
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- Kurzmeldungen |
35 Kommentare »
Hi, ich wollte euch nur kurz berichten, dass mein Alltagspolo wahrscheinlich eine Sommerablöse bekommen wird.Ich war Gestern schonmal da und hab mir nen ersten Eindruck verschafft. Heute Abend dann nochmal mit einem Freund ( Mechaniker bei VW und Golf 1 Cabriofahrer) hin und wenn der sein Ok gibt fähtrt der Mitsch den Rest vom Sommer Golf 1 Cabrio
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/showDetails.html?id=129428777&pageNumber=1
Automarken die die Welt wieder braucht
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am
19. Juli 2010
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- Essays |
10 Kommentare »

Creative Commons @ Flickr, user Pixelthing
…da mal wieder das Sommerloch herrscht – wie schon angekündigt, der zweite Teil der Reihe. Nachdem wir uns privat mit den Marken beschäftigt haben, die die Welt nicht braucht, können wir uns mit den Marken auseinandersetzen, die die Welt wieder braucht. Müssen aber natürlich den Artikel diesmal nicht privat stellen, da keiner beleidigt wird…
Lancia: Der Laie wird sich fragen warum, Lancia gibt es doch noch, und hatte ich nicht letztens für das Sterben der Marke plädiert? Nein es gibt sie nicht, es gibt einen Zombie, der vom den Turiner #*!% künstlich am Leben erhalten wird, die typische Mogelpackung die sich ein schlauer Produktplaner ausgedacht hat, um eine Rolle im Fiat-Konzern spielen zu lassen, ohne Alfa oder Fiat zu nahe zu treten. Wer sich Lancias Produktpalette anschaut, weiß was ich meine. Der desaströse Delta, der hässliche Ypsilon… haben die sonst noch ein Auto und bieten die Autos auch außerhalb Italiens an? Ich will das Lancia zurück bei dem sich die Ingenieure ausgetobt haben ohne Rücksicht auf Verluste, wo in den fabelhaften Aurelias ein Aschenbecher aus 50 Teilen gebaut wurde, mit automatischem Ascheputzmechanismus, wo komplexe, raffinierte Technik ein Ziel war und nicht Mittel zum Zweck. Ein Lancia, der sportlich sein darf, bei dem ein Cesare Fiorio Milliarden Lire in abenteuerliche, schwarze Motorsportlöcher pulverisieren darf, ein kreatives Umfeld, wo ein Stratos entstehen kann… ich weiß, ich bin ein Romantiker (und, trauriger Schicksalsschlag, Controller). Übrigens, der Hrabalek/Fenomenon Stratos ist Kacke…
Alfa Romeo: Alles was oben gesagt wurde, stimmt fast ausnahmslos auch für Alfa. Hier gilt: Solange Alfa keinen Heckantrieb hat, technische Avantgarde anbietet und eine akzeptable Qualität, wird es mit der Renaissance der Marke nichts geben. Die hatten vor ein paar Jahren in Italien den Spruch “La bellezza non basta” oder “Schönheit ist nicht genug”. Wie wahr!!! Jetzt wird die Marke gegen VW positioniert, ich lache mich tot.
Tatra: Das tschechische Lancia, wunderbare, skurrile luftgekühlte Maschinen, insbesondere der 87 und 603. Wie würde so ein Auto heute aussehen? OK, die letzten, ab 1973 von Vignale entworfenen Formen sind nicht der Hit, aber Tatras sind bis 1999 gebaut worden und die Firma existiert immer noch als Lastwagen Hersteller…
Triumph: der Prototyp des englischen Roadsters, ich glaube die Marke gehört heute BMW (genauso wie Riley und manch andere Ex-british- Leyland, ex-Rover Group Marken), warum nicht die Marke nutzen um einen Wettbewerber zum MX5 zu bringen. Aber bitte, bitte kein Retro!
Alpine, Matra: nach dem Ende von Venturi ist die Zeit nicht wieder reif für einen französischen Sportwagen? Mit der Geschichte und dem Pedigree? Letzte Woche fuhr auf meiner Lieblings-Passtrasse ein Murena. Wunderschönes Auto, 3-sitziger Sportwagen!
Ich könnte mich noch über Maserati aufregen aber lassen wir es sein. Saab lasse ich unbehandelt, da genug diskutiert in der letzten Zeit. Wer hat noch was zu bieten?
Seltenes Tier gesichtet
geschrieben von
am
15. Juli 2010
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- Kurzmeldungen |
8 Kommentare »
und zwar heute in Köln, ein G-Modell Carrera WTL (sehr sehr selten) und noch dazu ohne Whale Tail, was mir wirklich sehr sehr gut gefällt.

Listenpreis für die WTL Sonderaustattung war Anno 1989 unfassbare 29.790 DM über den normalen Carrera.
Das Bild ist nicht unscharf, der Wagen war einfach dreckig und als Alltagsauto unterwegs, auch unglaublich.
Mit der Lisbeth nicht ins Kiesbett!
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am
6. Juli 2010
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- Fahrberichte, Lotus |
71 Kommentare »
Um das Sommerloch nicht allzu groß werden zu lassen, habe ich beschlossen die mir heute noch von der Woche verbleibende Zeit für einen kleinen Artikel zu nutzen. Vorletzte Woche waren Mitsch und Ich mal wieder am Ring, auf der Grand-Prix-Strecke, um genauer zu sein. Dort finden, für alle nicht Informierten, regelmäßige Fahrten statt an denen Jedermann teilnehmen kann – wenn er kann.
Die Ticketpreise sind (Stand 2010) 30€ für 20 Minuten und der Spaß stellt sich von alleine ein. Das Event findet Nachmittags/Abends statt, fast wöchentlich, je nach Veranstaltungskalender und Auslastung des Geländes.
Die interessanten Aspekte dabei sind – einerseits natürlich die Autos an sich (Sportwagen werden dem eigentlichen Bestimmungszweck zugeführt) – aber auch die sie steuernden Personen (ist ja manchmal spannender als das Auto selbst
). Jedenfalls kann man, wenn man möchte, spannende Sozial- und Psychologiestudien anstellen, ein El-Dorado für unseren Hobby-Analytiker Dreh hier. Interessant finde ich immer wieder den scheinbaren Zusammenhang zwischen 911er-Besitzern und den gerne dazu gekauften Riesenweckern am Handgelenk… Ich komme nur noch nicht auf die Lösung (abgesehen vom Geldausgeben).
Immerhin: Es stellt sich so eine Art klassisches ‘Tankstellenfeeling’ ein, mit den Lotussis (die Schmuddelkinder) auf der einen Seite und den Porkern (Nobelschröder) auf der anderen – eben anstelle von VW und Opel. Wobei sich auch gerne mal ein gepimpter Calibra auf die GP-Strecke traut.
Die Spannung steigt, man darf einrollen, los geht’s! Endlich unbeschwert aufs Gas latschen (soweit man das in einem Lotus eben kann, ohne das was kaputt geht – der Grund warum ich meinem Esprit das nicht zumute) und am Rennfeeling erfreuen.
Nach einigen wenigen Kurven sortiert sich der Pulk durch (ähnlich wie in der Cornflakes-Packung) und die großen, schnellen landen oben (vorne). Im Mittelfeld dann schöne Duelle gleichstarker Fahrzeuge, ab und zu mal in den Rückspiegel schauen, ob ein KTM X-Bow seinen Rüssel raushält.
Beide durften wir auch die herausragenden Fahreigenschaften des Lotus Evora erfühlen, es war ein echtes Erlebnis dieses Auto zu genießen. Tolles Fahrwerk und solide Verarbeitung – wäre nicht ein Lotus-Emblem auf der Haube könnte man es glatt für was anderes halten
.
Wir hatten die ‘Ehre’ mitten im Fokus unseres Kombattanten in einer roten Elise zu stehen, der mit 2 kleinen Kameras das geschehen verfolgt hat. Gönnt euch ein paar Minuten (man beachte mein zumeist lachendes Gesicht) und verpasst vor allem die letzten 45 Sekunden nicht, da gibt es dann einen echten Schenkelklopfer. An dieser Stelle: Vielen Dank Jochen für die Mühe des Schneidens und Schickens, schönen Gruß!!! Viel Spaß!
Weitere Bilder von dem Nachmittag hier (Mitsch, schickst Du mir den Rest Deiner Guten?)
Schottland – auf der Suche nach dem Sp(i)rit
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am
29. Juni 2010
Kategorie:
- Essays |
37 Kommentare »

Ich habe mir seit meinem Zweitstudium angewöhnt, die britische Insel mehr oder weniger regelmäßig zu besuchen. Zum einen liegt das an meiner damals entdeckten Affinität zu den Angelsachsen und Kaledoniern, zum anderen an deren Produkten.
Bezogen auf unseren Fuelbrothers-Kontext heißt das: Während die Engländer vornehmlich durch die Herstellung notorisch undichter Fahrzeuge glänzten, konzentrierten sich die Schotten hauptsächlich darauf, dicht zu sein. Was will man auch sonst tun, bei den Nachbarn und diesem Essen. Kommen wir also zum Nationalgetränk Schottlands:
Wer das Thema ‘Whisky’ (ohne e! – das ist nämlich Bourbon-Fusel) ein wenig genauer betrachtet, wird jedoch schnell feststellen, dass es dabei nicht um das zwanghafte Verkonsumieren von Alkohol im Stile pubertierender Hafenstädter geht – sondern um den Genuss und das Wertschätzen traditioneller Handwerkskunst. Schließlich hatten einige der Distillen hunderte von Jahren Zeit, ihre Technik stetig zu verbessern. So ist es kaum verwunderlich, dass viele Connaisseure regelrechte Pilgerfahrten zu den Whisky-Mekkas veranstalten. Ein Höhepunkt ist hier das Whisky-Festival auf der Westhebriden-Insel Islay (gesprochen “Aila”). Im allgemeinen Sprachgebrauch auch ‘Der Arsch der Welt’ genannt.
Klar, dass ich da hin musste! Nicht dass ich mich damit zu den Kennern zählen würde, aber irgendwo muss man ja mal anfangen, oder?
Eine Woche lang finden auf dieser (mit rund 3500 Einwohnern für die Hebriden ‘großen’) Insel verschiedene Events und Festchen rund um das goldene Feuerwasser statt. Es gibt erweiterte Führungen, Tastings, Ringelpiez mit Anfassen und sonstige Aktivitäten. Berühmt ist die Insel vor allem dafür, dass der zur Erzeugung maßgebende Whisky-Malz dort geräuchert wird und der resultierende Spirit (Brand) daher eine einzigartige, starke Rauchnote entwickelt. Darüber hinaus tummeln sich dort mindestens 6 berühmte Destillerien wie Lagavulin, Bowmore und Laphroaig, teilweise in direkter Sichtdistanz zueinander.
Ein solcher Ausflug sollte maximal genossen werden, daher haben wir (mein Reisebegleiter aus dem Studium, Michael, und ich) uns entschlossen die Insel von Glasgow per Propellermaschine anzusteuern, um sie auf dem Rückweg per Fähre wieder zu verlassen.
Schon auf dem Hinflug (im Airbus!) nach Edinburgh fiel mir ein interessantes Detail auf: Der Frankfurter Flughafen ist von Porsche Panameras durchsetzt. Wie kaputt muss man sein, um sich als Business-Class Passagier von so einer Karre vor das Flugzeug fahren zu lassen? Nur, um dann im gleichen Flieger (von einem Vorhang getrennt!) wieder mit dem Proletariat vereint in die gleichen grauen Ledersitze furzen zu müssen?

Nihilistentransporter am Fraport
Das Kabinenpersonal darauf angesprochen: “Die zahlen aber auch viel Extra!” Aha. Gut, wer’s braucht…? Auf die Frage, ob es auch in den Genuss kommt, chauffiert zu werden: “Äh, ja, wieso?”. Hm. “Nette Dienstwagen” für Leute, die angeblich nicht genug Geld verdienen. Es waren übrigens die V8-Modelle mit dem S. Es sei ihnen vergönnt.
Nach einem ereignislosen aber komfortablen Flug (abgesehen von den indiskutablen Papp-Brötchen der Lufthansa-Catering – die hätte man sich auch sparen können) dann der Transfer von Edinburgh nach Glasgow per Bus. Kaum auf der Autobahn, liefern sich ein Impreza und ein gepimpter 206 (?) ein kleines Rennen auf dem Standstreifen und zwingen den Busfahrer zu einem erbosten Nutzen seiner elektrischen Vuvuzela. Kein Wunder: 112 km/h Höchstgeschwindigkeit wirken auf die Petrolheadnation wie Prohibition! Jetzt wundert es mich auch nicht mehr, so viele Briten in der Eifel zu sehen.
Auf dem Rollfeld in Glasgow dann ein Lichtblick! Ein SAAB! SAAB 340 Turbo (-prop) um genau zu sein! Dann ist ja alles in Butter und eine angenehme Reise steht bevor!

SAAB 340 - auf langen Strecken zuhause
Sogleich habe ich nach Gemeinsamkeiten zwischen den Flugzeugen und den Autos gesucht und tatsächlich was gefunden:
1. Die Gurtanschnallsignale sind ähnlich derer in den alten 900ern!
2. Der Turboschub bei der Beschleunigung
Die Flugreise und Landung verliefen erwartet bequem, wir haben dank des schönen Wetters die Gelegenheit gehabt ein paar schöne Aufnahmen der Highlands und Inseln zu machen.
Direkt im Anflug dann deutlich erkennbar unser Wohnort und einige Destillen. Auf der Insel dann die Erkenntnis: Wir haben kein Fortbewegungsmittel. Hm, tja Fahrräder waren dann die Verlegenheitslösung – jaja, ich weiß, kein angemessenes Vehikel, aber einen Vorteil hatte das Ganze: Man konnte sich die angetrunkenen Kalorien wieder ein bisschen runterradeln. Davon abgesehen, wer schon einmal ein britisches Frühstück gegessen hat, ist um Bewegung nicht verlegen.
Die eigentlichen Besichtigungen waren sehr schön und unterhaltsam, bei Lagavulin hat sich der Kellermeister (im positivsten Sinne unverkennbar ein Hobbit!) höchst persönlich um uns gekümmert:
Ich habe die Chance genutzt, selbst zur Fassprobe anzutreten.
Der glasige Blick sagt, denke ich, genug. 44 Jahre alter Single Malt will auch erst mal getrunken werden, so etwas Edles kippt man nicht weg.
Auf der Insel gibt es in erster Linie schöne Natur und viel zu Wandern (also alles nichts, was uns hier interessieren würde), daher habe ich ein paar Impressionen wortlos angefügt, in der Hoffnung mir wird das Artfremde ausnahmsweise verziehen.
Zum Bunnahaiban-Fest haben sich ein paar Engländer mit Morgans auf den Weg gemacht, eine recht mutige Kombination: Schottische Nebenstraßen, das britische Wetter und diese Art Fahrzeug.
Ich denke man muss das mal genossen haben. Wir haben uns in Bunnahaiban einer Gruppe Deutscher angeschlossen, die sich später alle als Ärzte aus Aachen herausgestellt haben, davon einer sogar Leiter einer Forschungsabteilung. Kunststück, mit denen durch das Hochmoor zu marschieren – schlimmstenfalls hat man ja Rettung in der Nähe. Nur der Priester fehlte. Aus einem kleinen Spaziergang wurden dann jedoch mehrere Stunden – die für einige durch Moorlöcher noch unangenehmer wurden.

Hochmoor in Schottland! Da kann man schonmal einsinken...
Immerhin hat das Wetter gehalten und der Ausblick auf dem anliegenden Berg war wirklich sensationell.
Überhaupt: Die Landstraßen von und zur Insel (wie ich auf dem Weg im Bus aufs ‘Festland’ feststellen konnte) sind ein fahrerischer Traum! Hier mit GT’s oder Sportwagen genüsslich herumzugondeln wäre ein echtes Highlight für uns. Die Landschaft ist sensationell und die (Haupt-)Straßen gut ausgebaut. Nur an den vermaledeiten Linksverkehr muss man sich gewöhnen.
Das erklärt wahrscheinlich auch eine hohe Anzahl an Imprezas, die ich gesehen habe. Seltsamerweise sind die Dinger auf der Insel so etwas wie der Golf GTI bei uns. Oftmals verbastelt, stark geschunden und mit lustigen Figuren am Volant. Naja. Fast-forward: Edinburgh.
Wer bisher nur in London war (zum shoppen, ne?), hat wirklich was verpasst. Die beiden schottischen Großstädte Glasgow und Edinburgh (mit einer Distanz von nur gut 50 Meilen zueinander!) sind definitiv eine Reise wert.
Nicht nur, dass man ein großartiges Nightlife geboten bekommt (Stichwort: Britische Clubszene!), nein, man hat auch tagsüber Kunst, Kultur und Kommerz im richtigen Verhältnis zueinander.
Angenehm (und das soll nicht fremdenfeindlich klingen): Geht man Abends aus (z.B. eben in einen Laden seiner Wahl), wird man die Penetranz und Aufdringlichkeit einiger unserer “Mitbürger mit Migrationshintergrund” ‘vermissen’. Heißt: “Ey Alda, was guckst du? Isch mach disch Krankenhaus!” Wird einem dort definitiv NICHT passieren. Warum das so ist, ich habe keine Ahnung. Eher haut einem ein Schotte die Lippe dick, und das dann meistens zu Recht.
Zum Beispiel weil man sich über die seltsam anmutende Sitte amüsiert, sich fürs Ausgehen zu verkleiden. Das ist völlig ernst gemeint, kein Karneval, Helloween oder sonstiges wird als Anlass strapaziert. Damit “Mutti nicht böse wird” zeige ich hier nur die Herren.
Es gibt dort extra Geschäfte für diese Art ‘Party-clothes’! Man darf sich die Damen entsprechend im Krankenschwester, Nonnen- oder Bunny-Look dazudenken. Vollkommen ungeniert in Highheels und Nylons, selbstverständlich. *Räusper*… ~schweigen~…
Hier der Versuch einer Theorie: Die Pubs und Clubs der Briten sind so etwas wie das verlängerte Wohnzimmer. Bei uns gibt es das so nicht (zwar gab und gibt es die ‘Eck-Kneipe’, aber sie hat lange nicht den Stellenwert und das positive Standing im Alltagsleben der Deutschen wie ein Pub für die Briten). Im Pub (und nachher auch Club) wird gegessen, getrunken, Fußball geschaut usw. Man lernt sich kennen, man ist unter sich, man grüßt sich.

Ja, auch in Schottland gibt es lustige Straßennamen.
Dieses “Sicherheitsgefühl” ist auch in der Damenwelt angekommen. Da die Herren (in einer Reihe am Tresen sitzend, die Mannschaftslogos auf den muskulösen Oberarm tätowiert) normalerweise ohnehin besseres zu tun haben als die Damen anzuschauen (eben Fußballgucken, oder Top Gear, whatsoever), müssen die Damen ’stärkere’ Geschütze auffahren, um gegenüber der Herrenwelt aufzufallen.
Das führt zu teilweise sehr radikalen Interpretationen von weiblichem Styling, die hierzulande die Sicherungen der meisten Herren rausfliegen lassen, und bei unseren Damen zu irritiertem Fingerzeigen und abfälligen Bemerkungen führen würden. Ganz zu schweigen vom denkbaren Verhalten unserer, bereits genannten “Spezialgruppe” von Migranten. Bild aufgebaut? O.K.
Stellt euch jetzt folgendes vor: Verhaltenstypisch betritt ein “Rudel” unserer Spezialisten einen Laden, ganz wie bei uns, und sieht die Frauen. Setzt man das gleiche Verhaltensmuster voraus, welches bei uns angewendet würde, wären die Jungs spätestens nach 3 Minuten sauber übereinandergestapelt vor der Tür. Innen stoßen unsere tätowierten Oberarme ihre Pints gegeneinander, ganz so, als wäre nichts geschehen. Klar?
Man weiß sich eben zu helfen – im Rudel und alleine. Wer den Film ‘green street’ (Deutsch: Hooligans) gesehen hat, kann mir ungefähr folgen. Wobei man mit diesem Vergleich Äpfel mit Birnen hernimmt, das Volk südlich der Highlands ist sicher eine Ecke extremer – man tut den Schotten hier Unrecht. Wahr ist jedoch:
Die Schotten haben eine interessante Lebenseinstellung – man bekommt den Eindruck, sie denken nicht so viel über Probleme nach wie wir. Wenn sie erkannt werden, versucht man sie zu lösen oder sich eben damit zu arrangieren oder: Whisky zu trinken. So wurden Kriege gewonnen (und verloren), die Engländer in Kauf genommen und die Seefahrt etabliert.
… endlich sind die neuen Räder dran
geschrieben von
am
25. Juni 2010
Kategorie:
- Kurzmeldungen, - Technik und Werkstatt, Audi |
13 Kommentare »
Hallo Männer, wie Ihr wisst suche ich seit geraumer Zeit die richtigen Schuhe für meinen giftigen Zwerg.
Vor drei Wochen war es dann endlich soweit, der Paketmann brachte die Felgen. Damit bin ich dann sofort zum Reifendealer gesaust, da die Reifen nämlich schon längst da waren.
Letztes Wochenende habe ich dann noch mit einer Spurverbreiterung letzten Schliff angelegt. GTÜ war kein Problem, alles eingetragen.
Ich weiß nicht wie Ihr das seht, aber ich habe, was ich gesucht habe – und bin zufrieden.



Saabs neuer Designer
geschrieben von
am
21. Juni 2010
Kategorie:
- Kurzmeldungen, SAAB |
18 Kommentare »
Nach den turbulenten Zeiten rund um Spyker und Saab hat die Führung beider Unternehmen Jason Castriota als Stylisten für den neuen 9-3 und den kommenden 9-2 (angeblich auf BMW-Mini-Basis) verpflichtet.
Der junge Star am Designhimmel Jason Castriota (36) hat für Stile Bertone und Pininfarina einige spektakuläre Entwürfe angefertigt, unter anderem den Bertone Mantide und Ferrari P4/5. Dies sind sicherlich keine Referenzen für einen neuen Saab, doch kann man einen Einblick in die Kreativität und Qualität des Designers beim Betrachten der Entwürfe erhaschen.
Laut Bloomberg wird Castriota von Spyker/Saab keine Designrestriktionen für die neuen Modelle erhalten (was abzuwarten bleibt…) und soll sich beim Entwurf voll auf den Ikonenwert der Marke stützen dürfen. Der neue 9-3 scheint als Konzept zu existieren und begeistert Viktor Müller schon jetzt: “The 9-3 design as made by him is basically done, and I can tell you it is spectacular, (…) It is truly aircraft-inspired and Swedish-clean.”
Der neue “Mini-Saab” würde als 9-2 in der ursprünglichen Tradition von Saab als schwedischer Kleinwagenhersteller stehen und dürfte durch die etablierte Plattform keine großen, konstruktiven Fragezeichen aufwerfen. Ich bin etwas skeptisch was die designmäßige Umsetzung des Autos angeht, denn der größte Fehler wäre jetzt, auf der abgeebbten Retro-Welle weiterzureiten. Ein Neuanfang im Sinne Citroens DS3 wäre besser und näher am selbst definierten Ziel.
Man wird gespannt sein dürfen – und auf einen neuen Stern am Autohimmel hoffen können. Vielleicht findet Saab ja zu seiner Rolle als avantgardistische, sportliche Alternativmarke zurück und erlebt eine Renaissance.
Ein sehr symphatischer Satz, den ich hier entnommen habe zeigt Jason als echten Petrolhead. Zur standesgemäßen Verwendung seiner (Prototypen-)Entwürfe sagt er selbst: “You know, these things should be shared, they should have a life. If you’re going to go to that extreme, then you know, why just throw it in your own private museum. I mean, to each his own, but I like to see cars on the road. We’re car guys, we’re all there on YouTube watching the Nurburgring Ruf Yellowbird video and you know, we’re all the same, we’re all cut from the same mold in that respect.”
Wer nicht weiß, welches Video er damit meint (man beachte die Lenkkorrekturen!):
Weitere Artikel zu dem Thema auf:
- Pistonheads
- Top Gear
- Saab
Psychopathen in freier Wild(Auto)bahn
geschrieben von
am
16. Juni 2010
Kategorie:
- Polemik und Sonstiges |
19 Kommentare »
Wie gerade erwähnt, hab schon einiges auf der AB erlebt auf dem Weg zur Arbeit und zurück, jeden Tag über 100 Km – da sammeln sich einige Erlebnisse. Es gibt einige Irre unterwegs liebe Leute, und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gefährlich so eine Autobahn ist.
Es gibt Leute die meinen, ihre Meinung über Aufkleber anderen Verkehrsteilnehmer mitzuteilen wäre sinnvoll und nützlich. Es gibt viele lustige Aufkleber, insbesondere das in den USA berühmte “Don’t mess with Texas”, in Deutschland sieht man oft die dämlichen Abi-Aufkleber nach dem Motto “Ferrabi 08 – Vollgas ins freie Leben” . Das bizarrste was ich jemals gesehen habe war “Todesstrafe für Kinderschänder”, fett an der Heckscheibe eines roten Audi A4 Serie 1. Die Dame da drin sah nicht besonders freundlich aus.
Ich rege mich immer auf, wenn Leute ihr fettes Navi mitten auf der Windschutzscheibe mittels Saugnapf kleben haben. Ein wichtiger Teil des Sichtfelds wird damit abgedeckt, und wenn so einer jemanden übersieht und platt fährt wird er seines Lebens nicht mehr froh. Ich merke, ich werde immer spießiger und einteutonisiert… einem waschechten Südländer wäre das scheißegal. Heute fuhr ich nach Hause, linke Spur, 140 Km/h wie immer, von hinten kommt plötzlich ein Golf Kombi angeschossen, bei dem mich über dem Armaturenbrett auf der Beifahrerseite 4 FETTE EISBÄR-PLÜSCHTEDDYS im Rückspiegel angrinsen. Ich habe mir noch die Augen gerieben, am Steuer ein Typ Mitte 40. Die Dinger haben ein Viertel des gesamten Sichtfelds abgedeckt. Handy schnell geholt und ein Foto geschossen, die weißen Flecken sind die Bären.

heiligs Blechle Tour 2010
geschrieben von
am
14. Juni 2010
Kategorie:
- Essays, Audi, Mercedes, Porsche |
15 Kommentare »
Hallo Jungs,
ich versuch mich nun endlich auch mal an einem kleinen Artikel, und möchte euch gerne von meiner hochoktanigen Tour vom vergangenen Wochenende inkl. Brückentag (10.06. – 13.06.10) berichten.
Ich habe einen Freund in Stuttgart besucht und wir haben uns ein sehr autolastiges Programm gebastelt.
Anreise am Donnerstag früh mit der passenden Lektüre (www.abgefahren-magazin.de)
Nach einem kleinen Frühstück haben wir uns dann im Mini Cooper Works auf den Weg ins Mercedes Museum gemacht. Sicherlich für die versammelte Design- und Architekturgemeinde alleine schon wegen dem Gebäude an sich einen Besuch wert. Für mich war aber der “Inhalt” deutlich ansprechender.
Vom ersten “Automobil”
über die ersten “richtigen” Rennwagen (oh man wie geil ist denn bitte so ein SLR?)
über die schönsten Autos die Mercedes je gebaut hat
über die Sonderausstellung “Supersportwagen” (ja ihr dürft gerne diskutieren)
über die lange vergangenen Rennerfolge
bis hin zu den Rennerfolgen von Heute (OK nicht ganz Heute aber aktuell)
Es war wirklich alles ausgestellt, was in der Automobilgeschichte bzw. in der Firmengeschichte wichtig war. Das Museum ist wunderbar unterteilt. Man fährt zum Anfang des Rundgangs mit einem großen Aufzug ganz nach oben unter das Dach und spaziert dann nach und nach den Rundgang, der sich Spiralförmig das Gebäude herab windet, entlang. Die Automobilgeschichte wird immer wieder mit Informationen der Zeitgeschichte verknüpft (Wirtschaftswunder, WW2, Ölkrise usw.). Ich kann das Museum nur empfehlen.
Aber es wäre ja nicht die “heiligs Blechle Tour” gewesen wenn jetzt schon Schluß gewesen wäre. Direkt am nächsten Morgen ging es nach Böblingen ins Meilenwerk (das Konzept sollte allen bekannt sein). Rund um Stuttgart scheint es viele Menschen mit gutem, bis sehr gutem Geschmack zu geben. Hier nur ein Foto, aber es waren wirklich schöne Autos zu sehen. Sowohl bei den ansässigen Händlern als auch in den privaten Garagen.
Mein persönliches Highlight der Tour war allerdings der Samstag. Die Klassikwelt Bodensee war unser Ziel für diesen Tag. Eine wahnsinnige Veranstaltung mit Oldtimern aller Epochen. Das schöne ist das eben nicht “nur” Autos sondern auch Motorräder, Flugzeuge und Schiffe an dieser Veranstaltung teilnehmen. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Vom 500er Fiat bis zum Maybach war alles vertreten. Eine sehr gelockerte Stimmung, die ich so von Oldtimerveranstaltungen bisher nicht kannte, und ein wunderbarer Mischung des Publikums. Vom MantaManni bis zum FerrariJuppi, vom MaybachLenker bis zum UnimogFahrer.
Aber auch hier sagen Bilder mehr als tausend Worte.
ein Schnappschuss von der Anreise, sau cooler Typ in seiner Cobra
Lambo Countach
das schönste Auto der Welt -> Lambo Miura
Rennsport Porsche aller Epochen
Bugatti
Die Jungs vom roten Bullen haben die Propeller kreisen lassen
Ford GT 40 mit “BioSpritUmbau” E85
ein traumhaftes Stück Automobilgeschichte bzw. Rennsportgeschichte “Porsche 904″
Lancia Delta
205PS Polo
UrQuattro Club Deutschland e.V.
Porsche Club Deutschland
“nur fliegen ist schöner” Opel GT
gib Flosse Alter (komische Auswüchse einer Designidee die ich bis Heute nicht verstanden habe)
Manta A GT/E … mehr ging nicht, und nie war ein Manta stilsicherer.
Aber eines meiner persönlichen Highlights der Messe war dieses Duo … 300SL und SLS AMG nebeneinander.
Ich hoffe ich hab jetzt nicht 1000 Regeln missachtet und die Stunde Arbeit die hier drinsteckt “platzt” jetzt nicht wenn ich das Ding online stelle.
lg der Mitsch




























































































