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Die Evolution des Alfa


Veröffentlicht am 21. Mai 2017, von felix petrol in / Kurzmeldungen. 2 Kommentare

4 Mal war ich jetzt schon mit dem Alfa in Spa, am Hockenheimring…..einmal auf der Nordschleife, in L´Anneau du Rhin, in den Alpen, in Italien. Dazu wahrscheinlich 5000km im Odenwald.

Und der GTV begeistert mich immer wieder auf´s neue. Dabei hatte ich Alfa Romeo nie auf dem Schirm. Irgendwann hab ich mal eine Giulia gesehen. Mein erster Gedanke: sieht aus wie eine Schuhschachtel. Und dann hat der Besitzer den Motor angemacht und ich hatte Gänsehaut. Also zum ersten Mal „Alfa Romeo Oldtimer“ gegoogelt, ein paar Artikel in Zeitschriften gelesen, Tage auf Mobile verbracht. Irgendwann war klar: es muss ein GT sein, kein 1300er, alle andere war egal. Die Suche hat ewig gedauert und ist eine Geschichte für sich. Nur soviel: es wurde am Schluss der erste den ich besichtigt hatte, von dem ich erstmal dachte es wäre eine Grotte…nach 5 weiteren wurde mir aber klar dass es wahrschinlich der Beste ist. Ein GTV 2000, in den 90er aus Sizilien (Termini Imerese- der Heimatort von Nino Vaccarella) geholt, dann hier hohlraumversiegelt und gefahren und schließlich 2 Jahre auf dem Hinterhof einer Alfa-Werkstatt abgestellt: außen rostig, innen modrig. Das war 2012.

copyright@fuelbrothers.de

Die erste Investition (klar): GTA-Replika Alus und den Endtopf durch ein Leerrohr ersetzt. Dann noch die Stoßstangen weg…Schon nicht schlecht. Und schon damals hat man gemerkt dass die Kiste wirklich Potential hat. Ein Hecktriebler wie aus dem Lehrbuch mit einem drehmomentstarken Motor, 5 Gängen, Sperre an der Hinterachse und Scheibenbremsen rundum…

Kurz darauf wurde das Fahrwerk vom Experten (Sven Heimbach) überholt: Federn, Dämpfer, Buchsen.  In dem Jahr bin ich dann zum ersten Mal das „Akademische“ auf dem Hockenheimring mitgefahren. Danach war dann sowieso alle zu spät. Ich war völlig angefixt und 2013 ging der GTV wieder nach Bad Mergentheim zu Sven, wo er einen leicht überarbeiteten Motor bekam: Schmiedekolben, höher verdichtet, Kanäle bearbeitet, Manley-Ventile, „Heimbach-Spezial“ Nockenwellen und Weber-Vergaser  (anstelle der Solex). Alles zusammen gut für knapp 150 PS und noch viel wichtiger: 190Nm, davon 160 bereits ab 3000/min.

Ein Kunstwerk von einem Motor.

Außerdem kurz darauf noch einen Überrollbügel (safety first), Sitze mit mehr Seitenhalt, 4-Punkt-Gurte…..für mich war der GTV jetzt erstmal perfekt. Genau so ging es dann zum ersten Mal nach Spa und danach auf die Nordschleife.

Safety first!

Mein esrtes Mal NOS!

Leider nahm das Getriebe nach dem folgenden „Akademischen“ die Hufe hoch. Und weil das Auto dann sowieso schon in der Werkstatt war wurde die Hinterachse inklusive Sperre überholt.

So ging es 2014 dann nach L´Anneau du Rhin, Spa und an den Hockenheimring. Trackdays liefen übrigens immer nach demselben Schema: Helm in den Kofferraum, volltanken, Anreise auf Achse, den ganzen Tag über die Rennstrecke ballern. Dann einen viertel Liter Öl nachfüllen, wieder tanken und am nächsten Tag durch die Waschanlage fahren. Insgesamt bin ich von 2012-2015 übrigens 30tkm mit dem GTV gefahren.

2015 fiel Spa aus, trotzdem gab es kleinere Modifikationen am GTV: einstellbare Zugstreben an der Vorderachse für 1°2´negativen Sturz (Riesenunterschied!!) und später noch neue Reifen. Vredestein Sportrac anstelle Michelin EcoContact (ihr lacht, aber findet mal ordentliche Reifen in 185/70/14!!!)…später dann noch PTFE-Buchsen anstelle der Polyurethan-Buchsen an der Vorderachse. Kleine Änderungen die jedesmal einen Riesenunterschied gemacht haben. Irgendwann hat dann die Lichtmaschine aufgegeben und der Auspuff hatte es auch hinter sich. Aus finanziellen Gründen (ähem, in dem Jahr stand die Überholung des 964-Motors an) gab es einen gebrauchten Original-Auspuff, der immerhin 1200 Oropax-freie Kilometer durch die Alpen ermöglicht hat, sich in Hockenheim dann aber schon wieder zerlegt hat. Interessant übrigens was für Drehmomentlöcher ein defekter Mitteltopf verursacht!

Auf der Türklinke….

2016 gab es eigentlich nur einen Ölwechsel und ein neues Endrohr….kurioserweise war das alte zu kurz was dazu geführt hat daß Abgas in den Innenraum gezogen wurde und mir jedesmal schlecht wurde wenn ich mit dem Alfa unterwegs war. Spa war in diesem Jahr übrigens außergewöhnlich: es hat nämlich nur kurz geregnet. Dafür war es beim Akademischen kurz vorm schneien: 4° und Dauerregen.

Finde das Auto

Vom einem 924 gejagt

Abflug!

In diesem Jahr dann nochmal ein großer Schritt….eine Abgasanlage mit Fächerkrümmer und Absorptionsdämpfern (auch wieder „Heimbach-Spezial“) die neben einem Wahnsinns-Sound die Leistung auf 160 PS bei 6200/min und knapp 200Nm ab 4000/min gesteigert hat – ganz ohne Einbußen bei niedrigeren Drehzahlen. Der Sound ist zum niederknien….etwas leiser aber schön sonor, ab 4500/min etwas aggressiver, dazu brüllen von vorne die Weber. Die Abgasanlage incl. Leistungssteigerung habe ich übrigens sogar eingetragen bekommen (auch eine Geschichte für sich….würde ich nicht nochmal machen),incl. 205 km/h Vmax (hab ich einmal ausprobiert, hat für völliges Unverständnis bei einem A6-Fahrer gesorgt, muss ich nicht nochmal machen…). Ein Reisetempo von 160 ist mit Oropax aber durchaus möglich.

Und in Spa gehöre ich (trotz leichtem Handicap) schon lange nicht mehr zu den langsamsten…..mancher  GTAm-Fahrer (08/15-Replika) schaut blöd wenn er auf der Geraden nicht vorbeikommt. In den Kurven hab ich dann allerdings mit Straßenreifen meist keine Chance mehr. Der Spaßfaktor ist aber wirklich unglaublich groß!

Eau Rouge ahead

Das Schöne an der ganzen Geschichte ist dass der GTV so über die Jahre immer weiterentwickelt wurde und gemeinsam mit meinem fahrerischen Können (ähem) und Vertrauen gewachsen ist. Jede Änderung war genau überlegt, die Auswirkung war immer spürbar und so ging es Schritt für Schritt bis zum heutigen Stand. Und es wird auch zukünftig noch weitergehen….als nächstes kommt die Batterie in den Kofferraum (17kg!), eine OS Giken-Sperre für die Hinterachse wäre auch noch schön. Ein zentral eingebauter Tank für die Sicherheit, und im Keller liegt noch ein Satz wunderschöner, offener Ansaugtrichter.

Schritt für Schritt!

 

 




    News Foren Die Evolution des α

    Dieses Thema enthält 2 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  D.C. vor 4 Monate.

    Ansicht von 3 Beiträgen - 1 bis 3 (von insgesamt 3)
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      Beiträge
    • #30116 Antwort

      felix petrol
      Mitglied

      4 Mal war ich jetzt schon mit dem Alfa in Spa, am Hockenheimring…..einmal auf der Nordschleife, in L´Anneau du Rhin, in den Alpen, in Italien. Dazu wa… [Vollständigen Artikel lesen unter: Die Evolution des α]

      #30122 Antwort

      Kampfhamster

      Das ist definitiv artgerechte Haltung für einen Alfa!
      Und dass das Teil geht wie die Hölle, das durften wir ja schon beim letzten Treffen feststellen. Da hatte selbst mein schwerer Z mit 300+PS schwer zu tun, um an Dir dranzubleiben. 😛

      #30123 Antwort

      D.C.

      Felix ein traumhafter Artikel und frisches Regenwasser auf einen ausgedörrten Fuelbrothers-Boden! Großartiger Bericht des Werdegangs deines Alfa. Ich finde die finanzielle Opferbereitschaft bemerkenswert und bewundere deine Hartnäckigkeit im Umgang mit Problemen an deinen Autos (Motoren, Getriebe, etc.). Nach einer Restauration und immer noch offenen Baustellen habe ich persönlich weder die Lust noch die Zeit mich in der Tiefe um die Reste meines Fuhrparks (also den Saab) zu kümmern, wie es erforderlich wäre…

      Besonders schön und spanndend finde ich bei deinem Alfa, dass man ihm die Qualitäten äußerlich nicht wirklich ansieht. Es ist ein klassischer Sleeper mit „etwas“ abgenutzem Lack. Unter der Haube das glatte Gegenteil. Tolles Auto, kein Zweifel!

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    Antwort auf: Die Evolution des α
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